SPIRAL DRIVE / Visions In Bloom

Spiral Drive

SPIRAL DRIVE / Visions In Bloom (Stone Free Rec/Noisolution)

Psychedelisch angehauchter heavy Spacerock schallt einem entgegen, wenn man das neue, 2. Album der Mannheimer Formation Spiral Drive auflegt – in bester Powerhardrock-Monster-Magnet-Manier geht es gleich im Opener „Echoes“ zur Sache, dass es eine wahre Freude ist. Der Song trudelt dann fein repetetiv aus. Auf „Space Train“ (nomen est omen!) geht es trippiger zur Sache – vor einem stoischen Backbeat breitet das Trio aus, was es kann: coole Melodien, viel psychedelische Atmosphäre, schöne etwas funky gespielte Gitarren. Hört sich alles soundtechnisch mega an, jeder Song bringt was Neues in das Klangbild, z.B. der schnelle Protopunk-Rocker „Heatwave“  mit geilen Gesangsideen im Chorus, oder das voll psychedelicrockmäßige  „Yeti“, das auch 1968 so hätte erscheinen können  –  macht alles mega Spaß und man hört sich vor allem nicht satt an den unzähligen Sounds und Einfällen. Immer wieder überrascht die Band mit sehr melodischen Einschüben, z. B. auf „Lines For Lives“, das mich irgendwie an Soundgarden erinnert. Mir persönlich gefallen die stetigen Hardrockanleihen am Besten, wie in „Screwed“, mit diesem Monsterriff und Mega-Chorus. Oder wenn in „Illusion“ ein stampfender harter Ein-Akkord-Boogie beginnt, der kurze Zeit später ebenfalls in psychedelische Höhen entgleitet.  Alles so noch nie gehört! Einige Gäste wurden auch zu den Albumsessions eingeladen, so ist auf  „Screwed“ und „Echoes“ Yves Krismer (Mother’s Cake) zu hören.

Alles in allem eine extrem runde Sache, tolles Album auf Monster Magnet-Hawkwind-Pfaden. Hoffentlich bald live on stage erleben!

4/5 P.

Martin