Voodoo Circle / Locked & Loaded

Voodoo Circle / Locked & Loaded

Voodoo Circle / Locked & Loaded (AFM/Soulfood)

Voodoo Circle sind zurück, mit ihrem auch schon 6. Album „Locked & Loaded“, welches natürlich großartig zur Befindlichkeit im nicht enden wollenden Lockdown passt. Eingesperrt und besoffen – wie soll man den Wahnsinn sonst aushalten?
Bandleader Alex Beyrodt hat das Line-up des 2. Albums  „Broken Heart Syndrome“ wieder zusammengetrommelt.  Gute Idee! Es gibt somit wieder eine tief melodische Mischung aus Hard Rock und Metal, so Richtung Whitesnake, Purple, Rainbow.

Natürlich stehen die instrumentalen Fähigkeiten des  Gitarristen Beyrodt ganz vorne an. Aber da auch Rockgott und Hansdampf in vielen Gassen, Mat Sinner am Bass dabei ist, sowie Markus Kullman an den Drums werkelt (der ist ja auch bei Sinner, irgendwie ist ja alles eine große Sinner-Primal Fear-Voodoo Circle-Familie!) , ist eine trockene und tighte Rhythmusgrundlage garantiert, über die Beyrodt dann mit klassischen Riffs und Hooks und fetten Soli  brillieren kann.  Auch David Readman ist wieder als Sänger dabei, und er hat nichts von seiner geilen Stimme verloren.

Wegen Readman wird man in den Melodien und dem gefühlvollen Coverdale-Gesang schon stark an  Whitesnake erinnert, z.B. im Opener „Flesh & Bone“ und bei „Eyes Full Of Tears“. Also wer sich dort gut aufgehoben fühlt, wird auch dieses Album mögen. Vor allem „Magic Woman Chile“ (geiler Titel) ist dann so ein toller Led Zep-Kashmir-Kracher, der schon beim ersten hören begeistert. Besser geht’s ja gar nicht!

Klar, Voodoo Circle erfinden das Rock-Rad nicht neu, „Locked & Loaded“ klingt vertraut. Aber es gibt dann doch wieder jede Menge geile Hooks und Kleinigkeiten, die selbst die abgebrühtesten Classic-Rock-Fans auf Trab halten.
Fazit: „Locked & Loaded“ ist eine exquisit eingespielte, fett produzierte, nach vorn gehende Platte mit reichlich Live-Potenzial.

4/5 P.

Martin