DER DOGTA SPRICHT: Die Irrelevanz der scheinbaren Relevanz Teil 1: Pocher vs. Influencer

Die Irrelevanz der scheinbaren Relevanz.

Teil 1 – Pocher vs. Influencer

Corona-Krise. Deutschland, Europa, die ganze Welt … wir befinden uns in einer Situation, die uns bisher vollkommen unbekannt war. Und das quasi ad hoc. Gesundheitlich, wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich.

Es geht um Leben und Tod. Es geht um das wirtschaftliche Überleben und es geht um die Frage, ob unser gesellschaftliches Zusammenleben je wieder so sein wird, wie es mal war.

Und nun sitze ich zuhause und sehe aus dem Fenster. Ein strahlend blauer Himmel und doch keine Menschen auf der Straße. Das öffentliche und private Leben relativiert sich. Dinge, die gestern vielleicht noch wichtig erschienen, sind es heute nicht mehr. Hingegen bekommen andere Dinge plötzlich wieder eine große Bedeutung.

Und wenn man Zeit hat, reflektiert man und stellt sich genau diese Fragen nach Sinnhaftigkeit.

Und dann schaltet man nachmittags einfach mal den TV an, (wozu man vorher zeitlich nicht gekommen ist), oder verbringt mehr Zeit in den sozialen Medien, als man es zuvor getan hat … und realisiert den ganzen Schwachsinn und hirnrissige Sendeformate, der einem dort präsentiert werden und die in meinem Leben bisher keine Rolle gespielt haben … und zukünftig auch keine Rolle spielen werden!

Holy Shit! So viele Menschen, die sich für wichtig halten und ein Sammelsurium an Irrelevanz und Bullshit produzieren. Und dann auch noch Verhaltenstipps geben!Herrlich!

Naja … und dann bin ich bei Instagram auf Oliver Pocher gestoßen, dem es offenbar ähnlich geht und sich über sämtliche Influencer, die im Übrigen in meinem Leben ebenfalls keine Rolle gespielt haben, lustig macht, wodurch nun ein Krieg zwischen Pocher und der Community der Influencer losgebrochen wurde. Ich könnte mich wegschmeißen !!! Großartige Unterhaltung mit sprachlichen Raffinessen.

Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung, wie viele Infuencer es gibt und wie viele „seltsame“ Produkte auf höchst eigenartige Art beworben werden. Wahnsinn! Aber gut, man kann ja anbieten, was man möchte. Was mir in diesem Zusammenhang aber wirklich zu denken gegeben hat, ist die Tatsache, dass es offenbar eine Menge Menschen gibt, die diese „seltsamen“ Sachen auch tatsächlich kaufen.

Wenn man beim Zappen zufällig bei QVC oder sonstigen Teleshopping-Sendern landet, muss man schon schmunzeln, aber die Tatsache, wie viele Follower sogenannte Influencer dadurch generieren, indem sie genau das tun, worüber man sich bei Teleshopping-Sendern lustig macht, gibt mir zu denken. Und eben diese „Beeinflusser“ preisen Dinge auf höchst eigentümliche Weise an. Soweit kein Problem, wenn man Spaß dran hat. Aber ich bin schon verblüfft und ebenso auf eine amüsante Weise schockiert … nicht über die Influencer (…. naja … vielleicht ein klein wenig …), sondern über die Follower. Denn diese gab es offenbar bereits vor der Corona-Krise. Wer hat so viel Zeit? Warum kann man nichts Sinnvolles mit sich und seiner Zeit anfangen? Vielleicht lesen (jetzt muss ich doch lachen) oder … vielleicht lesen lernen. Bildung kann helfen, insbesondere in diesen Zeiten. Echt!

In Zeiten ohne öffentliches Ausgehen, Sportveranstaltungen etc. braucht man daheim natürlich auch mal ein wenig Zerstreuung und so bin ich auf den Krieg zwischen Influencern und Oliver Pocher gestoßen. Ich muss sagen, ich erfreue mich schon an dieser höchst amüsanten und unterhaltsamen Gesellschaftsstudie. Es ist interessant, wie Irrelevanz derart zelebriert wird, dass Follower in Sinnlosigkeit einen Sinn entdecken, weil sie ansonsten offenbar nicht wissen, was sie mit ihrer Lebenszeit anfangen soll.

Pocher kommentiert, hält den Influencern im Grunde den Spiegel vors Gesicht und kommentiert dieses … die reagieren dann natürlich und somit entwickelt sich ein sozialmedialer Krieg, bei dem derart viel schmutzige Wäsche gewaschen wird, dass er für Unbeteiligte schon wieder interessant wird.

Eine daily Soap über Bigotterie, Narzissmus und 100 Tonnen Belanglosigkeit.

Lernen kann man dabei eigentlich nichts … außer dass es für viele Menschen offenbar erstrebenswert ist, Leuten zu folgen, die weder ein Mittel gegen Krebs oder das Corona-Virus gefunden haben, oder durch besonderes künstlerisches oder musikalisches Talent oder sonstiges aufgefallen sind. Bemerkenswert.

Jeder soll machen, wie er will … mich fasziniert dabei eigentlich nur, wie viele Menschen ihre Zeit mit Belanglosigkeiten vergeuden. Aber andererseits kann man viel über Marketing und Psychologie lernen … und über die Macht des Wortschatzes, wie begrenzt dieser auch sein kann.

Dennoch, ich freue mich auf die Fortsetzung… ja, ich freue mich tatsächlich auf die Fortsetzung von „Pocher vs. Influencer“ … Tipp: Ein besonderes Highlight ist übrigens die Pocher Initiative #-1corona … (ich schmeiß mich weg!!!)

Wer weiß, möglicherweise hinterfragt der eine oder andere doch sein mediales Konsumverhalten und folgt nicht mehr jeden, der im Grunde nichts zu sagen hat … und fängt an zu lesen 🙂 … in diesem Sinne

Bleibt gesund, Euer DOGTA

 

Bild: Screenshot von Oliver Pochers offiziellem Instagram Account

https://www.instagram.com/oliverpocher/?hl=de

#-1corona