BEYOND THE BLACK / VOLLE POWER – Interview mit Jennifer Haben

Gerade mal 5 Jahre gibt es BEYOND THE BLACK und in dieser kurzen Zeit hat die Metalband um Frontfrau Jennifer Haben mit 3 erfolgreichen Alben und einer weiteren Re-Release des aktuellen Albums „Heart of the Hurricane“ sowie ethlichen Shows mal so richtig Vollgas gegeben. Wir sprachen mit der sympathischen Sängerin über die „Black Edition“, Fernsehformate, Ziele, die musikalische Entwicklung und „Game of Thrones“.

Interview: Dennis Rowehl, Bilder mit freundlicher Genehmigung von Sailor Entertainment, Solobild (c) Stefan Haben

entertraim.net: Hallo Jennifer. Soeben ist die „Black Edition“ zum aktuellen Album „Heart of the Hurricane“ erschienen, was in Deutschland, Österreich und der Schweiz bisher schon sehr erfolgreich war bzw. ist. Was ist das Besondere an dieser schwarzen Edition?

Jennifer Haben: Die „Black Edition“ ist eine Doppel-CD für echte Fans, aber auch ein Einsteigermodell für diejenigen, die uns noch nicht so gut kennen. Die neue Edition enthält das aktuelle Album plus 3 neue Songs sowie eine Art Best-of der ersten beiden Alben.

entertaim.net: Gibt denn darüber hinaus denn auch schon Pläne für ein komplett neues Album?

Jennifer: Ja klar, wir sind schon fleißig dabei, neue Songs zu schreiben. Wir haben da schon echt viele sehr coole Ideen. Das wird sich natürlich noch etwas hinziehen, aber im nächsten Jahr kann man damit rechnen.

entertaim.net: Ihr werdet sicher in diesem Jahr noch auf diversen Festivals spielen?

Jennifer: Ja, neben „Rock am Ring“, „Rock im Park“ und Wacken wird es noch ein paar kleinere Festivals geben. Bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ spielen wir zum ersten Mal, in Wacken sind wir schon häufiger aufgetreten … dann gibt es noch eine Europa-Tour als Headliner. Wir können es kaum erwarten!

entertaim.net: Was war es für ein Gefühl, als relativ neue Metalband in Wacken aufzutreten?

Jennifer: Wacken fühlt sich schon richtig familiär an. Die Atmosphäre ist echt super. Wir haben erst auf der kleinen Bühne angefanbgen und haben uns von Mal zu Mal bis zur Haupütbühne vorgearbeitet. Da muss man sich natürlich beweisen.

entertaim.net: Gibt es ebenfalls Pläne, in den USA oder in Asien auf Tour zu gehen?

Jennifer: Das wäre natürlich eine große Sache, in den USA zu spielen. Wir arbeiten auch daran (lachend), ohne da wirklich schon Konkretes sagen zu können. Aber wir bleiben am Ball.

entertaim.net: Wenn Ihr so auf Tour seid und viel, viel Zeit mit der Band auf engstem Raum in einem Nightliner verbringen müsst. Klappt das gut oder ist das als Frau unter den ganzen Männern schwierig?

Jennifer: (lachend) Das ist mega speziell. Grundsätzlich haben wir immer sehr viel Spaß, aber die Jungs vergessen manchmal, was es bedeutet, dass ich eine Frau bin ….

entertaim.net: … weil man als Frau auch wesentlich mehr Sachen dabei haben muss …

Jennifer: Absolut! Und natürlich auch noch die Bühnenklamotten. Wir haben sogar schon 2 Wochen in einem Mini-Van mit Within Temptation verbracht oder mit 7 Personen in einem Hotelzimmer geschlafen. Das geht natürlich, aber irgendwie ist man dann auch froh, wenn es vorbei ist (lachend).

entertaim.net: Wenn wir schon beim Thema Bühnenklamotten sind. Es lässt sich sicherlich nicht vermeiden, bei den Gigs zu schwitzen. Habt Ihr dann mal die Gelegenheit, die Klamotten unterwegs zu waschen?

Jennifer: Hin und wieder gibt es die Möglchkeit. Bei uns ist es aber auch so, dass wir leichte Bekleidung tragen. Da kenne ich auch Bands, die mit dicken Mänteln etc. auf die Bühne gehen, Das ist denn natürlich wesentlich krasser. Aber im Großen und Ganzen klappt das bei uns alles sehr gut.

entertaim.net: Auch mit Videos seid Ihr sehr präsent. Das Produzieren von Videos, fühlt sich das mehr nach Arbeit oder Spaß an?

Jennifer: Videos aufzunehmen finde ich total spannend und aufregend. Das fühlt sich auch nicht nach Arbeit an, auch wenn es dabei extreme Augenblicke gibt, wie extreme Hitze in der prallen Sonne, oder Aufnahmen um 3 Uhr morgend (lachend). Aber mir macht es sehr viel Spaß. Als wir für den Film „Die Ketzerbraut“ die Titelmusik beigesteuert haben, konnte ich auch in einer kleinen Nebenrolle mitwirken. Beim nächsten Video werden wir auch eine Story einfließen lassen, in der ich als Schauspielerin agieren kann. Das ist immer wieder eine echte Herausforderung und macht mir mega Spaß.

entertaim.net: Wenn wir schon bei der „Ketzerbraut“ sind, hast Du eine Affinität zum Mittelalter?

Jennifer: Total, ich bin auch ein riesiger Fan von „Game of Thrones“

entertaim.net: Da warst Du sicher erleichtert, als König Geoffrey das Zeitliche gesegnet hat?

Jennifer: (lachend) Absolut! Wer nicht?

entertaim.net: Insbesondere als relativ junge Band ist es heutzutage sehr schwer, von der Musik zu leben. Wie ist das bei Euch? Strebst Du bzw. Ihr an, als Berufsmusiker davon leben zu können? … Du studierst auch Musikwissenschaften, korrekt?

Jennifer: Ja. Also ich persönlich strebe das an. Wir sind mit der Band schon sehr erfolgreich und es ist natürlich mein Traum, von der Musik leben zu können. Wie Du schon sagtest, studiere ich zurzeit Musikwissenschaften und als Studentin verdient man ja nichts, aber danach will ich natürlich von der Musik und der Band leben. Bei den anderen ist es zurzeit so, dass alle noch einen Hauptberuf haben. Und da gehört natürlich auch eine Menge Enthusiasmus dazu, wöhrend des Urlaubs zu touren. Aber wir alle glauben natürlich an BTB.

entertaim.net: Respekt … mal etwas ganz anderes: Du hast bei „Sing meinen Song“ mitgemacht … die Ausstrahlung folgt am 7. Mai … und weiteren TV-Auftritten – unter anderem im KIKA – Da bekommt Ihr natürlich eine immer größere Medienpräsenz. Sind Formate wie „Sing meinen Song“ tatsächlich für eine Metalband von Vorteil, weil man da möglicherweise auch in eine Kommerzschiene gedrückt wird?

Jennifer: Das ist ein gutes Thema. Es gibt da eine Menge Fans, die finden das total cool, dass ich das mache und man bekommt natürlich durch Fernsehauftritte eine Menge Aufmerksamkeit. Das ist bei der medialen Welt nicht ganz unwichtig. Dennoch gibt es natürlich in der Metalszene auch einige negative Stimmen dazu. Bei mir ist es so, dass ich mich sehr geehrt fühlte, als erste Metalband bei „Sing meinen Song“ eingeladen worden zu sein. Mir gefällt dieses Format persönlich und ich wollte das unbedingt machen. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Und darum geht es im Grunde auch und ich denke, dass unsere Fans das auch verstehen.

entertaim.net: Jennifer, vielen Dank für den Einblick. Dann wünsche ich Euch alles Gute für die „Black Edition“ und für alle weiteren Projekte und Shows.

Jennifer: Vielen Dank …