ABC-KLASSIKER DES METAL / T / TRUST / REPRESSION (1980)

ABC-KLASSIKER DES METAL / T / TRUST / REPRESSION (1980)

TRUST … die französiche Hard Rock Kultband der 80er … Revolutionäre und AC/DC-Fans durch und durch … und einen Bulldozer als Wahrzeichen. In Frankreich eine große Nummer versuchten sie auch den internationalen Durchbruch, indem sie abgesehen vom Debütalbum „Trust“ bzw. „L’elite“ die nächsten 3 Alben parallel in englischer Sprache veröffentlichten, was sich natürlich aufgrund dessen, dass Franzosen Schwierigkeiten mit dem Aussprechen des Konsonanten „H“ haben, etwas merkwürdig klingt. (kleine Anmerkung: Iron Maiden Drummer Nicko McBrain gastierte übrigens beim Nachfolgealbum „Savage“ bzw. „Marche ou creve“)

„Repression“ trägt ausnahmsweise im Englischen wie auch im Französischen denselben Titel und beginnt mit dem wohl größten Hit der Band: „Antisocial“ …, der später auch von ANTHRAX gecovert wurde. Mastermind und Sänger Bernie Bonvoisin nebst Vivi, Nono und Jeannot vereinen harten Rock and Roll a la AC/DC mit sozialkritischen Texten: „Mr. Comedy“, „In the name of the race“, „Paris is still burnung“, „Sects“ etc. „Repression“ überzeugt durch einen ausgefeilten und kristallklaren Sound, coolen Riffs und der besonderen Eigenart von Sänger Bernie, der bereits Anfang der 80er einen Hang zum Sprechgesang hatte und weitgehend auf Melodien verzichtete und somit (möglicherweise ungewollt) einen Hauch Hip Hop integrierte.

Zentrales Thema stellt übrigens der französische Gewaltverbrecher Jacques Mesrine dar, der gleich in 2 Songs verarbeitet wird: „Death instinct“ sowie „Le miratd“.

Insgesamt ein großes Hard Rock-Album und ein Stück (französische) Musikgeschichte. Danach folgten noch das etwas härtere Album „Savage“ und „Man’s trap“ („Ideal“), bis die kurze internationale Ära wieder dem Ende entgegen ging. Es gab dann noch diverse Veröffentlichungen, die wenig Bedeutung fanden … aber eingefleischten Rockern bekannt sein könnten. (…) Ehrlich gesagt war ich unschlüssig, welches Trust-Album hier rezensiert werden sollte, denn qualitativ sind alle Alben dieser Ära kultig. Während bei „Repression“ der glasklare Sound und der Hang zu krassen Riffs dominiert, ist „Marche ou creve“ bzw. „Savage“, übrigens von Tony Platt produziert, härter, dumpfer, heavier und enthält den wohl härtesten Trust-Track überhaupt – „Crusades“ und die Huldigung für Bon Scott … „The final gig“.

Wie gesagt, qualitativ tun sich diese Alben rein gar nix, die Entscheidung zugunsten „Repression“ war vermutlich die Tatsache, dass sich „Antisocial“ als international wohl bekanntester Song nun einmal auf diesem Album befindet. … Mir gefällt „Savage“ sogar etwas besser … aber egal … KULT ist KULT 🙂 Es lebe die Revolution.

5/5

Dennis

P.S.: Abgebildet ist das Cover der französischen Version

 

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