TESLA / SHOCK (Universal)

TESLA / SHOCK (Universal)

Das ist so ne Sache mit TESLA, … , kein Diesel- oder Benzinmotor, statt dessen ein geräuschloser Elektroantrieb. Richtig. Man hört nix. Ein Verbrennungsmotor als Symbol von Mobilität und Kraft. Als sich Tesla, also die Band, gegründet haben, konnten sie natürlich nicht ahnen, dass irgendwann gleichnamige Stromautos durch die Gegend fahren würden. Und ganz so geräuschlos gehen die US-Rocker beim Neuling auch nicht zu Werke, wenngleich der Heavy Sound der Anfangsjahre schon irgendwie verflogen ist. Naja, so ganz passten die Mannen schon damals nicht in die Glam-Metal-Szene, sondern waren teilweise musikalisch sowie optisch eher dem Blues und Rock verhaftet und diese Attitüde hat sich im Alter verstärkt. Soll heißen, dass der Alterungsprozess natürlich auch nicht an Tesla vorbeigegangen ist, dergestalt, dass man die Sache gemächlicher angegangen ist. Natürlich befanden sich auf „Mechanical Resonance“ und „Psychotic Supper“ bereits Balladen, aber eben auch Heavy Tracks. Wie schon der letzte Song des Albums „Comfort Zone“ vermuten lässt, haben Tesla im Grunde nichts zu verlieren und vermeiden Experimente und verlassen sich auf das, was sie können … Rock mit Wurzeln im Blues. Im Grunde ein solides Album. Mir persönlich fehlt aber dann doch das gewisse Tüpfelchen Heavy Metal und Alter allein ist keine Entschuldigung für ruhige Töne. Der Name „Shock“ mag drastisch klingen, tatsächlich überwiegt der Chillout-Modus mit sommerlichen Songs wie „California Summer Song“. Nach eigenen Angaben der Band war ein neues Album eigentlich gar nicht geplant, umso erfreulicher, dass es ein neues Werk für wahrhafte Die-Hard-Tesla-Fans gibt. In diesem Sinne: Keep on rocking.

3,5/5

Dennis