ABC-Klassiker des Heavy Metal / H / HOUSE OF LORDS / House of Lords (1988)

ABC-Klassiker des Heavy Metal / HOUSE OF LORDS / House of Lords (1988)

Da gab es einst die Band GIUFFRIA um den Keyboarder Gregg Giuffria, wo übrigens auch der ex-DIO-Gitarrist Graig Goldy sein Handwerk verübte, die 2 Alben veröffentlichten und unter anderem bei „Miami Vice“ Erwähnung fanden. Dann wurde die Band von KISS-Mastermind Gene Simmons gesigned … mit der weitreichenden Konsequenz, dass die Band in House of Lords umbenannt wurde und der Sänger David Eisley durch James Christian ersetzt wurde, der im Übrigen bis heute das letzte aktive Mitglied von HOUSE OF LORDS darstellt. Natürlich weiß ein jeder von der Geschäftstüchtigkeit eines Gene Simmons, der die Band reichlich umkrempelte, auch musikalisch … und somit entstand ein gleichnamiges Debütalbum, was die beiden (ganz netten) Giuffria-Alben in den Schatten stellen sollte und selbstverständlich ganz im Sinne Simmons gewaltige Poserqualitäten beherbergte. An den Drums sorgte Ken Mary für den richtigen Wums. Neben echten Krachern wie „Pleasure Palace“, „Slip of the tongue“ enthält das Album natürlich auch Balladen wie „I wanna be loved“ und die Stan Bush Coverversion von „Love don’t lie“. Aber wer bei Balladen an Kitsch denkt, liegt bei diesem Album absolut daneben, denn die Truppe überzeugt auf ganzer Länge mit Power und Spielwitz und somit entstand ein Album, was zwar schon dem Mainstream irgendwie zugeordnet werden kann, was aber aufgrund von Produktion, Sound, melodiösem Songwriting mit geilen Hooklines überzeugt. Und James Christian überzeugt natürlich auch mit einer überragenden Gesangsleitung. Volle Punktzahl …

5/5

Dennis