ABC-Klassiker des Heavy Metal / G / GRAVE DIGGER / Heavy Metal Breakdown (1984)

ABC-Klassiker des Heavy Metal - GRAVE DIGGER / Heavy Metal Breakdown (1984)

cof

Ur-Gestein des deutschen Metals, Chris Boltendahl, hat mit dem Song „Heavy Metal Breakdown“ auf dem gleichnamigen Debütalbum zumindest in Deutschland ein Stück Musikgeschichte geschrieben, denn dieser gilt in einschlägigen Kreisen immer noch als einer der Metal-Hymnen schlechthin. ACCEPT ebneten mit „Restless and wild“ den Weg für die deutsche Welle des deutschen Heavy Metal und Bands wie Grave Digger, Running Wild, Rage (früher Avanger), Tyran‘ Pace, Gravestone, Restless, Faithful Breath, Cutty Sark und und und sprangen auf diesen Zug auf und rockten ungezwungen, was das Zeug hielt. Aber mal abgesehen vom Heavy Metal herrschte in Deutschland eine Aufbruchstimmung in der Musikszene und im Rahmen der ersten Neuen Deutschen Welle feierten innovative Bands wie Extrabreit, Grobschnitt, Spliff und Ideal große Erfolge, bis dann mit Nena die Kommerzialisierung folgte. Und abgesehen von der deutschen Thrash-Metal-Szene (Kreator, Destruction, Sodom, Iron Angel) waren ähnliche Tendenzen, wenn auch nicht mit einer derartigen Reichweite, auch im deutschen Metal erkennbar. Aber egal … auf jeden Fall brachte Deutschland in den 80ern ein großes Spektrum an großartigem Metal heraus  … von Bonfire über Accept, Stormwitch und Grave Digger, über Helloween bis zu den bereits erwähnten Thrash-Größen Destruction und Kreator. Und auch, wenn Grave Digger mit der einstweiligen Umbenennung zu DIGGER dem Ruf des Kommerzes, wenngleich nicht vom Erfolg gekrönt, folgten, bis sie dann plötzlich auf das „Highlander“-Image abfuhren und schottische Clans zelebrierten und auf diesen Mitelalterdrist abfuhren/-fahren, war „Heavy Metal Breakdown“ das, was man wahrhaft TRUE nennen konnte: „Headbanging Man“, „Heartattack“, „HM Breakdown“, „Legions of the lost“ … ehrlich und großartig, weshalb dieses Album auch zu den Klassikern gehört. Naja … die Halbballade „Yesterday“ ist dann doch etwas dubios und offenbart die Grenzen der Gesangskünste, aber Schwamm drüber. Musikalisch stehen da schon Welten zwischen diesem Album und beispielsweise „Balls to the wall“, aber die Intention ist das, was zählt … und natürlich die Power … und die Erinnerung an langhaarige Kuttenträger, die auf der Party im Kreis stehend die Haare und Köpfe bangten, reicht völlig aus, um mit Gewissheit sagen zu können, dass dieses Album zündete. Auch die Tatsache, dass die Nachfolgealben nicht mehr dieses Feuer entfachen konnten, beweist die Tragweite dieses Albums, was mit Recht in die Reihe von Influencer-Alben eingereit werden darf. Ein kleines Stückchen Musikgeschichte !!!

PS und persönliches Statement: Bin als Teenie echt total auf dieses Album abgefahren, „Witch Hunter“ war dann so lala, „War Games“ fand ich dann nicht übel und (bis auf das Outfit der Band) besser als die damalige durchwachsene Kritik … doch dann bin ich raus! Aber „HMB“ ist nunmal ein Klassiker und ein Stück Jugend.

4/5

Dennis

Nein !!! Das sind nicht die BRINGS, die Schottenröcke täuschen, … , zeitlich leicht verzögert und in verändertem Line-up Grave Digger in Wacken … PS: „Die Frische von damals spüre ich persönlich nicht mehr … haut mich auch nicht mehr um, aber vielen gefällt’s … und vor allem … sie kennen den Song und singen mit … also in meiner Einschätzung, dass es sich um einen Klassiker handelt, richtig liegend 🙂 … Metal up!

 

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