THE DEAD DAISIES / GÄNSEFLOWERPOWER UND JEDE MENGE ROCK N ROLL

THE DEAD DAISIES / GÄNSEFLOWERPOWER UND JEDE MENGE ROCK N ROLL

Köln. Doug Aldrich ist ein wahrhafter Vollblutmusiker. Wir trafen den Gitarristen in seinem Tourbus, sehr gut gelaunt und mit seiner Gitarre bewaffnet und während wir über die Dead Daisies und seine Beziehung zur Stadt Köln sprachen, spielte er uns immer wieder diverse Riffs vor. Rock n Roll 🙂

Interview: Dennis Rowehl, Martin Hannig / Bild mit freundlicher Genehmigung von Oktober Promotion

entertaim.net: Doug, Ihr habt bei vielen großen Bands gespielt (u.a. Dio, Whitesnake, Mötley Crüe) und seid mit den DEAD DAISIES erfolgreich im Geschäft. Und das mit klassischem Rock’n’Roll. Wie fühlt sich das an, wieder auf Tour zu sein?

Doug Aldrich: Es fühlt sich großartig an, die Shows sind gut besucht, die Albenverkäufe laufen gut, insbesondere in Europa und vor allem in Deutschland. Wir haben den Fans hier viel zu verdanken … es macht einfach Spaß. Wir werden auch auf Festivals spielen. Europa läuft sehr gut für uns. In den USA ist es auch okay, aber der US-Markt ist tatsächlich kleiner, da ist es sinnvoller, als Opener von einem der großen Acts zu spielen, damit mehr Rock’n’Roll-Fans auf uns aufmerksam werden. Das ist dann absolut cool!

(Anschließend lobte Doug die Vorband The New Roses)

entertaim.net: Lass uns über das neue Album „Burn it down“ sprechen. Es hört sich härter und düsterer an als „Make some noise“ …

D.A.: Ja, das stimmt. Wir haben beschlossen, dass sich alles etwas roher und dreckiger anhören soll. Es wäre ja auch langweilig, wenn sich jedes Album gleich anhören würde. Natürlich bleiben wir der Musik treu, aber es macht Spaß, etwas am Sound zu verändern. Harte Riffs, alles bisschen düsterer. (Anschließend spielte er eine Riffs auf seiner Gitarre vor.) Wir haben das Album in Nashville aufgenommen. Das war eine großartige Zeit.

entertaim.net: Habt Ihr das Album live eingespielt?

D.A.: Absolut. Wir waren im Studio, haben gejamt und den Rohfassungen der Songs Leben eingeflößt. Die Songs waren ja bereits komponiert, aber im Studio hast du dann die Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Sounds zu arbeiten, das Tempo zu ändern und so weiter. Man spricht darüber, was dann passt … und so entwickelt sich alles. Daraus entsteht dann etwas ganz Besonderes. Die Geangsaufnahmen sowie die Lead-Gitarre folgten dann später, was ja auch Sinn macht. Als Sänger braucht man mehr Zeit, um zu sehen, was sich an bestimmten Stellen besser anhört … schreit man lieber oder lieber singen ….

entertaim.net: Nashville ist die Hauptstadt der Country-Musik. Har Euch das beeinflusst?

D.A.: (Lacht) Musikalisch nicht. Wir haben auch nicht viel von der Stadt gesehen. Wir waren ja im Studio und haben gearbeitet …. Das war eine  große Sache, in solch einem coolen Studio aufzunehmen.

entertaim.net: … also kein Square-Dance?

D.A.: Das ist witzig, dass Ihr fragt. Zu Thanks-Giving hat mich meine Familie besucht und wir waren tatsächlich in einem Country-Club mit Line-Dance. Ich sollte das echt lernen. Wenn Leute das drauf haben, ist das wirklich cool. Mit den großen Cowboy-Hüten. Das war witzig.

(Anschließend folgte ein kleiner Exkurs über die Legalisierung von Marihuana in Californien)

D.A.: Seid Ihr aus Köln?

entertaim.net: Absolut …

D.A.: Ich liebe Euer Bier. Kölsch. Eine Stadt mit einem eigenen Bier. Wisst Ihr, meine Frau stammt nämlich aus Köln …

entertaim.net: Ah cool …. das bedeutet, Du hast eine besondere Beziehung zur Stadt …

D.A.: Auf jeden Fall. Hier wohnt ein Teil meiner Familie. Ich werde nachher auch noch Besuch bekommen. Wir, also meine Frau, die Kinder und ich, leben in Los Angeles, aber Weihnachten verbringen wir lieber in Deutschland. Ich liebe die traditionellen Weihnachtsmärkte mit Glühwein und so. Die deutsche Tradition macht wirklich Spaß. L.A. ist nicht unbedingt die weinachtliche Stadt (lacht).

entertaim.net: Wie lange werdet Ihr spielen heute?

D.A.: Wir spielen immer so anderthalb Stunden, am Ende spielen wir dann noch ein paar Klassiker an.

entertaim.net: Doug, vielen Dank, es hat Spaß gemacht, Dich zu treffen. Alles Gute.

D.A.: Vielen Dank … und genießt die Show.

 

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