ANDREW W.K. / You’re Not Alone (Sony)

Andrew W.K.?  Der Typ in den weißen Jeans  war nie die große Nummer in Deutschland  – vor allem hörte man in den letzten Jahren nichts mehr von ihm, die er mit seltsamen Projekten wie einem J-Pop-Album verbrachte.
Nun denn: W.K. ist zurück und zwar mächtiger denn je. Sein neues Werk (nach 8 Jahren Pause) knüpft nahtlos an sein Debut „I Get Wet“ an. Ultimative Hardrock-Kracher zu  seinem Megathema: die Party! Nicht nur handelt jeder 2. Song davon, sondern Andrew erklärt in mehreren  pathetischen aber auch selbstironischen Spoken Word-Einschüben seine ganzes Werk zu einer Philosophie der Party. Partymachen nach Andrew WK sei eine 3-D-Aktivität: nicht nur Hedonismus, nicht nur Eskapismus, sondern ein Geistes- und Körperzustand, der in der Glückseligkeit endet . Hört sich alles irgendwie bekloppt an – aber in der Welt des Herrn WK ist genau dies folgerichtig und logisch, und hört man seine Songs und Statements so weiß man: er meint es so wie er’s sagt. Kein Zynismus, alles echt.

„The Feeling of Being Alive“, „The Party Never Dies“, „The Power of Partying“ – dies ist seine Welt, und er feuert aus allen Rohren. Er  landet im Feld zwischen Metal und Rock, seine Hymnen erinnern immer wieder an das geniale Duo Jim Steinman/Meat Loaf – kein schlechter Ankerpunkt, zumal auch Queen ab und an um die Ecke schauen.  Es gibt also fette Chöre und Ohrwum-Melodien auf dem Piano. Dazu geschichtete Bombast-Gitarren.
Und wer sowas singt: „Music makes life worth living,” und “Music makes me want to stay alive“  – der muss ein gutes Herz haben, und dem lassen wir jeden Größenwahn gern durchgehen, denn er bringt das auf den Punkt, was für uns Musik-Fans das Leben ausmacht.  Eine einstündige Tour de Force durch das Party-Leben des Andrew W.K. Fett!

4/5

Martin

 

 

 

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