AUDREY HORNE / Blackout (Napalm Rec.)

Audrey Horne: Album Nr. 6! Die Norweger machen auch immer weiter, und jedes Album toppt das vorhergehende. So auch „Blackout“ (wer muss da nicht an das fantastische gleichnamge Scorpions- Album denken?)!

Und genau wie die Scorpions zu ihren besten Zeiten oder wie eigentlich jede gute Hardrockband versuchen sie nicht dem Zeitgeist zu frönen.  „Blackout“ klingt zwar geil und modern mit einer unfassbar fetten Produktion, fundiert aber total im End-70er Jahre Hard Rock und in der NWOBHM. Man höre mal rein bei  „Light Your Way” – ist das Ian Paice, der da wie bei Highway Star trommelt, ist das Richie Blackmore, der das Riff spielt? Ein 1A Deep Purple Arrangement incl. Jon Lord-Orgel –  klasse! Und der Title Track brettert mit Thin Lizzy twin guitars rein – gefolgt von einem klassischen 80r Glam-Hairmetal-Chorus,  dass es eine wahre Freude ist – und das unglaubliche Doppelsolo der beiden Les Pauls ist einfach nur orgiastisch und das Highligt der ganzen Platte!

Glücklicherweise halten Audrey Horne dann immer wieder das Tempo hoch – keine Balladen, alles nach vorn. „California“ erinnert an Gary Moores coole Solo-Sachen à la „Over The Hills“ mit leichtem Folktouch.  „Naysayer” bewegt sich voll auf klassischem NWOBHM-Riff-Terrain mit hohem Wiederkennungswert und 1A Maiden-Twin-Leads! „Rose Alley“ zum Schluss ist so fantastischer Thin Lizzy-Rock (remember „Rosalee“?) – Hammer Refrain, geniale Gitarren, tolle Melodie. „Satellite“ lässt im Chorus zuerst an „Jumpin Jack Flash“ denken – geht dann aber in eine überraschende  AOR-Richtung a la Nightflight Orchestra.Wie geil ist das denn?

„Blackout“ ist diese Sorte Album, von der du nicht ansatzweise ahntest dass du es SO gut finden wirst – und dann am liebsten nichts anderes mehr hören willst! Im Januar 2018 schon das Hardrock-Album des Jahres veröffentlicht….

5/5

Martin

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