Thurston Moore/ Rock ‘n’ Roll Consciousness (Ecstatic Peace)

Thurston Moore/ Rock ‘n’ Roll Consciousness (Ecstatic Peace)

Thurston Moore kommt zurück mit Album Nr. 4 nach Sonic Youth. In seiner Band spielt nun My Bloody Valentine-Bassist Debbie Googe, und der alte Kumpel Steve Shelley an den Drums ist auch dabei. Es gibt nur 5 Tracks, 2 davon sind länger als 10 Minuten. Anscheinend hat er Frieden geschlossen mit seiner alten Band, denn noch nie klang er so Sonic Youth wie heute. Und das ist auch gut so! Wer die ausufernden Jams damals liebte wird hier volle Kanne bedient. Gleich im Opener „Exalted“ gibt es mehr als man sich erhoffen darf – inclusive 6 Minuten lang sich duellierende, hin und her floatende Gitarren  a la Television. Der Song wird dann später mit zum Headbangen einladenden Riffs aufgebretzelt. Klasse! „Cusp“ kommt direkter zur Sache, marschierende Drums, mahlende Gitarren ohne Ende. „Turn On“ hat dann wieder diesen mäandernden, das Tempo oft wechselnden  laid-back vibe des Openers, was der Band gut zu Gesicht steht. Es gibt hier immer wieder Verweise auf das Spätwerk von Sonic Youth, dabei steht stets die exzellente Gitarrenarbeit von Moore und Sedwars klar im Vordergrund.  Es geht um Melodien, es geht um repetetive Strukturen, immer wieder um die E-Gitarre als das wegweisende Instrument  – und manchmal fühlt man sich an die Großtaten von Built To Spill erinnert, und selbst Neil Young kann man als Referenz anführen (vor allem im letzten Song  „Aphrodite“, der mit Feedback- und Störgeräuschen aus dem Amp arbeitet) – nicht für die Indie/Alternative/Wave – Akkordfolgen, aber für den Hippie-Geist, Songs hemmungslos zu verlängern und immer spannend dabei zu klingen.

Sehr aus der Zeit gefallenes, cooles Album! Das muss live alles sehr geil klingen!

Martin

5/5 P.

 

entertaim.net  präsentiert
Thurston Moore Group live

20.06. Hamburg – Knust
21.06. Köln – Stadtgarten
30.06. München – Strom
04.07. Dresden – Beatpol
04.08. Berlin – Radialsystem V

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