LUMARAA / Power with a hoody

Lumaraa bei entertaim.net

Köln. Lumaraa begann die Show im Outfit des „Ladies First“-Video-Outfit, doch anschließend zog sie sich backstage um, weil sie sich offenbar im Hoody und sportlichen Dress wohler fühlte und anschließend rockte sie die Bühne. Zuvor traf ich die sympathische Rapperin, um mit ihr über die Tour mit den neuen Herausforderungen, ein neues Album und Gewalt in Beziehungen zu sprechen.

Interview und Foto: Dennis Rowehl

entertaim.net: Hallo Lumaraa, dein aktuelles Album hat mir echt gut gefallen, dass ich mir dann auch noch die vorigen Alben besorgt habe ….

Lumaraa: (lachend) Ja cool!

entertaim.net: Du hattest mir aber beim letzten Interview versprochen, es würde noch anlässlich des vierten Videos einen Skandal geben …. aber der ist ausgeblieben, oder?

Lumaraa: (lachend) Stimmt, es gab keinen wirklichen Skandal. Da haben sich nur einige etwas aufgeregt, warum ich da nackt bin, aber mehr nicht.

entertaim.net: Ich hätte jetzt an Kettensägen und sowas gedacht ….

Lumaraa: Nein …. aber vielleicht mache ich das beim nächsten Album. (lacht) Beim nächsten Album sollte ich dann vielleicht wieder jemanden dissen!

entertaim.net: Absolut! … Und wie läuft die Tour? Macht es Spaß?

Lumaraa: Es macht super viel Spaß. Bislang hatte ich ja noch nie eine Band und bin mit einem DJ aufgetreten und mir macht die Tour jetzt zum ersten Mal so richtig Spaß. Das ist meine ehrliche Meinung. Also auch logistisch mehr Aufwand. Ich trete jetzt mit der Band MOLA auf, die einerseits meine Band ist, aber mich zuvor als eigenständige Band MOLA supportet. Wir haben im Vorfeld viel geprobt und uns sehr gut vorbereitet. Und seit dem wir zusammen Musik machen, macht das richtig Spaß. Sie haben mich in Berlin gefragt, ob wir nicht einen Song zusammen spielen wollen und daraufhin hab ich sie dann gefragt, ob wir nicht zusammen auf Tour gehen sollen …. und es klappt super! Wir haben einen Tourbus mit Playstation … was will man mehr?!

entertaim.net: Es wird noch ein viertes Album geben … dann vielleicht auf die Band konzipiert?

Lumaraa: Ich werde laut Vertrag auf jeden Fall noch ein viertes Album machen und ich hoffe, dass ich vom Label viele Freiheiten bekommen werde, meine Ideen komplett umsetzen zu können. Ich würde auch gerne mehr Hip Hop und weniger Pop spielen.

entertaim.net: Wie sieht es mit deinen Texten aus. Sind das alles wirklich eigene Erfahrungen.

Lumaraa: Ja. Ich finde es auch wichtig, dass meine Fans sehr eng mit mir verbunden sind und wissen, dass ich es ernst und ehrlich meine. Damit meine ich vor allem die Texte, die nicht so mainstreamig sind … also zum Beispiel weniger „Grau in grau“, sondern Dinge, die ich wirklich erlebt habe. Ich habe viel über meinen Ex gesungen, der gewalttätig war …

entertaim.net: Sorry, dass ich dich unterbreche, also diese Stories sind wirklich passiert?

Lumaraa: Ich schütte da schon mein Herz aus.

entertaim.net: Da hätte ich gleich eine Frage. Du bist doch eine toughe Frau. Wieso lässt man sich als Frau die Gewalttätigkeit des Partners gefallen? Das verstehe ich nicht! Warum ist man mit einer solchen Person noch länger zusammen?

Lumaraa: Weil man ihn liebt. Mir ist damals aufgefallen, dass damals …. ich war 19 … nachdem er gewalttätig war, er anschließend Reue gezeigt hat und so lieb war, dass ich ihm immer verziehen habe. Man vermisst dann genau das Liebe …. aus Erfahrungen lernt man und das hat mich stark gemacht, sodass ich deshalb wohl dominanter geworden bin und sowas nie mehr mit mir machen lassen würde. Ich lass mir nichts mehr sagen. Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut wäre.

entertaim.net: Aber Du schlägst jetzt keine Männer ….

Lumaraa: (lacht) Nein, keine Angst.

entertaim.net: Lumaraa, vielen Dank für das Treffen und Interview. Ich bin gespannt auf die Show. Wie läuft’s eigentlich mit dem Merchandise?

Lumaraa: (lacht) Das ist Family-Business. Die Frau am Merchandise-Stand ist meine Mutter. Wir machen eine Menge selbst …

entertaim.net: (lacht) Ich wünsche noch viel Erfolg und bin auf das nächste Album gespannt ….

Lumaraa: Vielen Dank, Dennis …

 

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