JULIAN LEUCHT / CLUES and BLUES

Julian Leucht bei entertaimnet

Blues made in Germany. Julian Leucht hat sein neues Album „Depraved & Wonderful“ veröffentlicht und überzeugt mit ehrlichem Blues. Grund genug, mal mit ihm über das Album und weitere Pläne zu plaudern …

Interview von Dennis Rowehl / Bild mit freundlicher Genehmigung von Julian Leucht , (c) Julia Keltsch Photography

entertaim.net: Du hast jetzt dein Album „Depraved & wonderful“ veröffentlicht. Was ist promotionmäßig geplant? Wird es ein Video geben?

JL: Ja, es gibt bisher ein Video zur Single „Daddy’s Girl“. Zu „Heroin Ruin“ gibt es ein älteres Solo-Video. Vielleicht machen wir noch weiteres Musikvideo zu „Nothing For Me“. Vor ein paar Wochen war ich solo zu Gast beim Youtube-Channel „Mucke unterm Dach“. Dort gibt es auch Videos zu „I’m Alright“ und „Goodfellas“. Am Releasedate haben wir auf dem St. Pauli Folk Festival gespielt und waren danach Vorband für Spring King in Berlin. Daneben verbreiten wir natürlich weiterhin unsere Musik in der Presse – zum Beispiel mit Interviews wie diesem hier.

entertaim.net: Deine Musik ist gewissermaßen eine Mischung aus Blues- und Folkelementen und mehr …. gibt es eine Zielgruppe, die Du konkret ansprechen möchtest?

JL: Schwer zu sagen. Wir machen uns eigentlich wenig Gedanken darüber, wer genau unsere Zielgruppe ist. Wir versuchen uns auch immer wieder ein wenig zu verändern, sodass wir an einer Zielgruppe vermutlich eh scheitern würden. Am besten ist es doch eine eigene Fanbase zu haben, die sich aus Leuten mit ganz verschiedenen Interessen zusammensetzt. Natürlich ist es aber auch so, dass Zuhörer mit einem gewissen musikalischen Traditionsbewusstsein eher auf unsere Musik stehen dürften.

entertaim.net: Sind Konzerte in Planung?

JL: Nächstes Jahr starten wir dann am 21.01. im Indra („where the Beatles played first“) in Hamburg und spielen am 27.01. in Potsdam. Am 10.02. geht es dann noch ins Logo in Hamburg.

entertaim.net: Insbesondere mit dem Bluestouch wäre es doch sicherlich interessant, mal im Süden der USA aufzutreten bzw. durch kleine Bars mit der Gitarre zu tingeln, oder?

JL: Da hast du natürlich recht. Würden wir bei der harten Kritik dort bestehen, wäre unser weiterer Weg sicher ein Leichtes. Nichtsdestotrotz würde sich die Beale Street, Memphis, Tennessee, natürlich auch so gut im Lebenslauf machen.

entertaim.net: Gibt es Erwartungen hinsichtlich des Feedbacks zum Album?

JL: Erwartungen werden meist nur enttäuscht. Wir sind eher gespannt, wie die Platte aufgenommen wird. Vor allem, weil sie sich deutlich vom Vorgänger Blue Motel unterscheidet. Und so viel kann ich schon verraten: vom Nachfolger wird sie sich auch deutlich unterscheiden.

entertaim.net: Wie lange hast Du am Album gearbeitet?

JL: Das Songwriting geht immer recht schnell, wenn es mal läuft. Mehr als ein paar Stunden pro Song sind es meistens nicht. Aufgenommen haben wir das Ganze an den zwei heißesten Wochenenden des Jahres in Berlin. Damit hätten wir dann wenigstens ein wenig Südstaaten-Feeling.