MONOMYTH / Exo (Suburban Rec./Soulfood Music)

MONOMYTH / Exo (Suburban Rec./Soulfood Music)

Monomyth bedeutet, die Reise eines Helden in der Literatur oder der Geschichte als ewig gleiches Konzept zu beschreiben. Und genau diese Vorlage verwandelt die Instrumental Band gleichen Namens aus Den Haag auf ihrem 3. Album: aufregende wortlose Storys zu erzählen, in einem immer wieder gleichen Ablauf unter Zuhilfenamen der geeigneten Ingredienzien aus Doom/Stoner Rock, Krautrock, und Psychedelia. Beispielhaft und mustergültig wird dies schon im Opener Uncharted vorgeführt, eine out of space Viertelstunde der Extraklasse. Ein sehr leiser Beginn, – und Stück für Stück schichtet die Band verschiedene Ebenen darauf – Geräusche, Gitarren, 80er Synths, Drones. Nach 11 Minuten setzt dann ein heftiges Doom Gitarrenriff ein, um dem Songungeheuer am Ende eine völlig neue Richtung zu geben. So oder so ähnlich sind auch die anderen Songs aufgebaut – tolle Arrangements, mit ungeheuer vielen interessanten und aufregenden Kleinigkeiten garniert,  die man oft erst beim mehrmaligen Hören registriert. „Moebius Trip“ am Ende (geiler Songtitel!) bringt dann noch die Psych-Rockseite der Band wieder zum Vorschien, wie man sie noch vom ersten Album kennt.

Wer auf Krautrock steht und Hawkwinds große Werke liebt, muss MONOMYTH eine Chance geben. Dieses Album nimmt einen von Anfnag an in Beschlag und lässt einen nicht los bis zum letzten Ton – und das ist die große Kunst bei reinen Instrumentalbands! Mit „Exo“ gelingt der Band ihr bis dato aufregendstes und vielschichtigstes Werk.

Martin

4/5