STEAK NUMBER EIGHT/ Kosmokoma (Indie Recordings/Soulfood)

STEAK NUMBER EIGHT/ Kosmokoma (Indie Recordings/Soulfood)

Die belgische Band mit dem seltsamen Namen STEAK NUMBER EIGHT hat  mit „Kosmokoma“ ihr drittes Album veröffentlicht. Eine ziemlich wilde Achterbahnfahrt durch rifflastige Postmetal-Gebirge mit einem gehörigen Prog-Einschlag. Der  Opener beginnt noch mit jazzigen Drums und fast meint man es mit einer weiteren Instrumentalband zu tun zu haben, wenn sie nicht kurz vor Schluss noch düstere Vocals draufgepackt hätten. Danach geht es während des ganzen Albums höchst divers zur Sache, manchmal landet man in komplexen Mathcore-Gefilden, oder es geht Richtung Progmetal  – aber bei aller  durchscheinenden Komplexität verstehen SNE es genügend den Groove zu halten. Eine ziemlich fette Abmischung des Albums lässt die Drums und Gitarren geil knallen – und stets wird man aufs neue überrascht von den Song-Ideen der Belgier, die sich in keine Schublade pressen lassen. Dabei verstehen sie es auch die gute alte Kraft der ungebremsten Repetition wirken zu lassen, was nicht selten in hypnotischen Soundwänden oszilliert. Man höre nur den letzen neunminütigen Song Space Punch – dieses Instrumental-Monster geht alsbald  in einen schwer groovenden Hypnose-Modus über, der sich bis zum Ende in einen atmosphärischen Trip verwandelt – unerhört.
Eine extrem unterhaltsame Scheibe, die man gern mehrmal hört – voller düsterer Energie, musikalischer Hingabe und toller Songs.

4/5

Martin