ME. MAN. MACHINE / Plastic Faith (Sony Music)

ME. MAN. MACHINE / Plastic Faith (Sony Music)

Das Album fängt recht vielversprechend an mit 80er-Rock-Pop unter New Wave-Einflüssen und eingängigen Hooks, wie man es in jener Zeit von Simple Minds und U2 kannte. Auch „Indestructible“ sowie „Phobophobia“ schlagen in die gleiche Kerbe und können durch eingängige Hooklines zu überzeugen. Dann folgt allerdings eine Art Ballade namens „Long gone“, in der sich der Gesang durch den Track eiert und irgendwann meinen Ohren wehtat. Dieses Gedudel hätte man sich dann doch getrost sparen können, zumal es beim Song Nummer 5 wieder in solides Fahrwasser geht. Im Midtempo Pop-Rock sind die Jungs definitiv zuhause und können hier auch wirklich überzeugen. Auch wenn’s härter wird, wie bei „Wake up“, offenbaren MMM 80er-Hitqualitäten, die Spaß machen und mich stark an A FLOCK OF SEAGULLS erinnerten. Mit „Sister“ gibt es dann noch abschließend einen leichten Simple Minds-Touch. Nur bei den Balladen schwächelt die Band und das Weinerliche in der Stimme erweist sich als anstrengend. Da eine Spielzeit von 60 Minuten dann doch arg lang ist, hätte ich die Balladen lieber weggelassen, denn ansonsten haben MMM ein echt starkes Album hingelegt.

Dennis