TRIVIUM / SILENCE IN THE SNOW (Roadrunner)

TRIVIUM / SILENCE IN THE SNOW (Roadrunner)

Da wurde viel diskutiert, ob es TRIVIUM mittlerweile an der richtigen Härte fehle, dadurch begründet, dass es immer weniger Screams etc. gebe … und TRIVIUM selbst verteidigte sich damit, dass Screams allein noch keine Härte verursachen. Das ist sicherlich richtig, denn „böser“ Gesang macht nicht den „WUMMMMS“ aus, dennoch ist es richtig, dass sich Trivium sanfter, kommerzieller anhören als zu Anfangszeiten … und das spätestens seit dem letzten Album „Vengeance falls“. Darüber kann man denken, was man will. Tatsächlich muss man natürlich im Kopf behalten, dass die sich die Band im Dauerstress befindet: Promotion für ein neues Album, Tour mit Presseterminen, irgendwie währenddessen neue Kompositionen, Studio und dann geht alles wieder von vorne los … und das gewissermaßen im Jahrestakt … woher soll die grenzenlose Kreativität denn kommen? Und in Anbetracht dessen muss man wieder anerkennen, das Trivium wieder einmal ein solides Album abgeliefert haben. Natürlich fehlt es an den richtigen I-Tüpfelchen und Variationen in Sachen Songwriting, wie es noch bei „In Waves“ der Fall war. Und somit ist die „Ruhe im Schnee“ die nahtlose Fortsetzung von „Vengeance Falls“ …. mit einigen Highlights, aber auch mit diversen Fillern, die natürlich nicht schlecht sind, aber auch nicht wirklich so der richtige Kracher! Man sollte Matthew und Co beim nächsten Mal vielleicht ein Jahr zusätzlich Zeit geben, um sich kreativ entfalten zu können …. dann ist auch wieder die Höchstpunktzahl drin … und vielleicht auch mehr Härte (ohne Screams)!

4/5

Dennis