HELDMASCHINE / DAS NEUE KAPITEL

Heldmaschine bei entertaim.net

„LÜGEN“, so der Titel des aktuellen Albums von Heldmaschine, ist der Beginn des neuen Kapitels, endlich auch mit dem neuen Line-up ein eigenes Album veröffentlicht zu haben. Und mit breiter Brust, so Sänger Rene‘ Anlauff, geht es weiter an die Arbeit. Bei den Fans und bei der überwiegenden Presse kam die brandneue CD super an und beim aktuellen Video zu „Wer einmal lügt“ gibt es sogar sportliche Unterstützung des Mittelgewicht-Box-Champions Turgay Uzun sowie einigen Spielerinnen des 1.FFC Frankfurt. Wir sprachen mit Rene‘ und Dirk über die Resonanz zum aktuellen Album, Live-Pläne und einiges mehr.

Interview: Dennis Rowehl / Foto mit freundlicher Genehmigung von Heldmaschine und Tom Dams, (c) think tank ART®

entertaim.net: Seit der Gründung von Heldmaschine gab es ja einige Line-up-Wechsel. Jetzt, nachdem ihr in dieser Besetzung ein Album veröffentlicht habt, wie fühlt sich das an?

Rene‘: Wir sind sehr stolz auf das neue Album und sind wieder einen Schritt in die Richtung gegangen, in die wir immer wollten. Es war ein musikalischer Prozess, an dem alle mitgewirkt haben. Wenn wir jetzt auf die Bühne gehen, treten wir mit noch breiterer Brust auf, denn wir sind als Band zusammengewachsen. Wir werden auch das alte Alumonster-Bühnenbild in Zukunft zuhause lassen, denn wir werden auf der Bühne immer dynamischer mit vielen Spontanaktionen und Blickkontakt unter allen Bandmitgliedern. Das ist ein großartiges Gefühl. Bei der nächsten Tour gibt es dann auch ein neues Bühnenbild.

entertaim.net: In meiner Rezi hab ich geschrieben, dass das Album mit den vielen Synthi-Hooks stark in Richtung Radiotauglichkeit geht. Habt Ihr derartiges beim Songwriting im Sinn gehabt?

Dirk: Ich wüsste nicht, das wir bisher im Mainstream-Radio gelaufen sind (lacht), wäre schön, wenn sich das ändert …

Rene‘: Also derartiges hatten wir beim Songwriting sicher nicht im Sinn. Es gibt natürlich viele Inspirationen im Electro-Bereich wie Kraftwerk, aber einen kommerziellen Hintergrund gibt es nicht.

entertaim.net: Wie ich euch kenne, geht bestimmt bald wieder eine Tour los?

Dirk: Aber sicher! Es sind zwei Touren geplant. Die Deutschland-Tour beginnt am 30. Oktober bis zum 5. Dezember. Die zweite ist für nächstes Jahr geplant, es wäre natürlich super, wenn wir auch im Ausland spielen könnten, denn unsere Fanbase hat sich auch da erweitert.

entertaim.net: Ein Video zum Album – „Wer einmal lügt“ – gibt es bereits. Aber dabei wird es sicherlich nicht bleiben?

Rene‘: An dieser Stelle möchte ich unseren Videoproduzenten Mark Feuerstake lobend erwähnen, der auch Regie geführt hat und ein richtig cooles Video produziert hat. Mit dabei waren auch Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt und Mittelgewicht-Box-Champion Turgay Uzun. Das war eine großartige Erfahrung. Und es stimmt, ein weiteres Video ist natürlich in Planung. Dazu kann ich allerdings noch nichts verraten …

entertaim.net: Aber es wird schräg und „krank“?

Rene‘: (lachend) Davon kannst du ausgehen …

entertaim.net: Gibt es nicht mal irgendwelche waschechten Skandale?

Rene‘: (lachend) Schreibst du jetzt für die Bild?

entertaim.net: Ihr wisst ja, wie das ist … seriöser Journalismus zahlt sich niemals aus …

Dirk: Die richtigen Skandale ereignen sich ja auf einer Tournee und die steht noch bevor … da musst du dich noch etwas gedulden.

Rene‘: Auf einer Tour passieren immer spannende Sachen. Als wir die Tour mit Subway to Sally und Unzucht gespielt haben, hatten wir einen Nightliner zusammen mit Unzucht und wir wussten ja anfangs nicht, wie sich so etwas entwickelt. Man kannte sich flüchtig, aber wenn man die ganze Zeit aufeinander hängt, ist das schon was anderes. Aber es war eine tolle Zeit und mittlerweile sind wir sehr gut miteinander befreundet. Und natürlich hat sich auch was Krasses ergeben. Eric von Subway to Sally, der uns übrigens immer sehr gut angekündigt hat – wollte mich vor unsrer Show umarmen, als ich meinen Laserkragen trug. Plötzlich hielt er sich sein Auge und es tropfte Blut. Da dachte ich auch „Ach du Scheiße, jetzt hast du ihn am Auge verletzt!“ Aber wir mussten auf die Bühne und wir spielten mit der kompletten Ungewissheit, was mit ihm passiert ist. Als wir dann von der Bühne kam, wartete er schon lachend auf uns. Ich hatte ihn oberhalb des Auges getroffen und es war zum Glück nur eine Platzwunde. Eric hatte sich daraus einen Scherz gemacht. Und aus diesen Erlebnissen hat sich der Song „Tränenblut“ entwickelt.

entertaim.net: Ihr seid ja beständig dabei, an der Karriere zu arbeiten … diesmal habt ihr in Sachen Album-Promo auch externe Partner. Bleibt da noch Zeit für ein Privatleben?

Rene‘: Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren extrenen Partnern, aber insbesondere bei unserem eigenen Team bedanken, die uns in Sachen Management, Merchandise und und und so großartig unterstützen … insbesondere Mario und Tom.

Dirk: Vor allem muss man bedenken, dass sie mindestens genauso hart an unserer Karriere arbeiten, aber im Gegensatz zu uns nicht im Rampenlicht stehen und den Jubel der Fans bekommen. Davor haben wir einen riesigen Respekt.

Rene‘: Und natürlich noch ein riesen „Dankeschön“ an unsere Fans, die uns so wunderbar unterstützen und sich miteinander vernetzen.

entertaim.net: Dann wünsche ich alles Gute und eine gute Vorbereitung für die Tour. Besten Dank für das Interview …

beide: Schönen Dank zurück und im November gibt es dann vielleicht schon schräge Geschichten von der Tour zu berichten …