SNAKEBITE / PRINCESS OF PAIN (Maniac Attack Records)

Snakebite on entertaimnet

Was ist bloß aus Heavy Metal geworden … da wird Wacken allmählich zum Tummelplatz von Hobbits, Elfen, Mittelaltergedönse, klassischer Musik, Andre‘ Rieu(s) in Mönchskutten … aber kaum noch waschechter Metal. Und bei der Fülle neuer Mittelalter- und sogenannter Powermetal-Bands, die sich nach Zeiten sehnen, in denen es noch kein fließendes Wasser gab und angeblich Einhörner die heimischen Wälder bevölkerten und die nach den Gigs gerne grünen Tee trinken und vegan essen, gibt es kaum noch Bands, bei den der Party-Lifestyle im Vordergund steht …. jawollll ! Die Betonung liegt auf KAUM, denn mittlerweile hat – GOTT SEI DANK – auch die junge Generation entdeckt, dass die 80er im Bereich Rock und Metal ALLES zu bieten hatten und es gibt eine Rückbesinnung auf das Motto von „Sex, Drugs and Rock’nRoll“ … im Sinne von Bands wie Mötley Crüe, Ratt, Warrant und und und. Insbesondere Schweden (Crazy Lixx, CrashDiet, Adrenaline Rush) und Deutschland sind Brutstätten exzellenten Poser- und Partyrocks!

Snakebite ist eine dieser jungen Bands, die sich dem 80er-Sleaze-Lifestyle verschrieben und mit „Princess of Pain“ ein amtliches Debütalbum hingelegt haben. Snakebite ist ein Quartett, das einfach ungeniert rockt und somit den großen Geist der 80er reanimiert. Und so bietet „Princess of Pain“ jede Menge gute Laune und melodiöse Sing-along-Refrains. Dass noch nicht alle Songs und Arrangements bis ins Detail ausgefeilt worden sind wie beispielsweise bei 80er-Größen wie Ratt, Danger Danger und Co ist keinesfalls ein Mangel, denn bei einem soliden, aber noch nicht perfekten Debüt bleibt noch Luft nach oben. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden und insbesondere dieser Hauch von Ungeschliffenheit vermittelt dieser CD den besonderen Esprit. Snakebite erinnern mich persönlich an die Anfänge von Treat oder US-Bands wie Lion. Mir hat das Album gefallen. Bin gespannt, diese Truppe mal live zu sehen. Fazit: Die Hard’n’Heavy-Welt braucht mehr von diesen Bands.

4/5

Dennis