BABY METAL / BABY METAL (e-a-r music)

Baby Metal bei entertaimnet

Dimmu Borgir vs. Nicki Minaj vs Girugamesh !!! … haha … was nicht nur die Musik betrifft, da beschreiten die Japaner schräge Pfade … es gibt ja bereits unzählige abgefahrene Bands im J-Rock, die sich wie Mangas kleiden und und und … und BABY METAL setzen dem noch die Krone auf. 3 kleine Mädchen, die ebenfalls wie Mangas aussehen, zelebrieren eine Mischung aus Industrial, brachialem Metal, Techno und Bubblegum-Refrains. Ich glaube nicht, dass es bei diesem Album etwas gibt, was nicht programmiert ist … wahrscheinlich sogar ein Teil der Gitarren, aber was soll’s?! Traditionelle Metalheads werden sich womöglich aufregen, wass so ein Kunstprodukt im Metal zu suchen hat, aber Heino war ja auch schon in Wacken! Außerdem ist Japan immer noch ein starker Markt für Metal und während die Kids in den USA mittlerweile mit DJs, EDM und Hip Hop großgezogen werden, lernen die Babies in Japan eben Heavy Metal.

Die Musik selbst ist schon schräg und kombiniert Death mit Techno und eigenwilligen Refrains, auch der Gesang von Baby Metal avanciert zwischen knallhartem Gekreische bis zarten Mäusestimmchen. Durch die Elektronisierung bekommt das Album natürlich einen erhöhten Stressfaktor und leise nebenbei kann man es DEFINITIV NICHT hören … entweder volle Pulle oder gar nicht!

Ob Baby Metal nun eine absolute Bereicherung des Musikmarktes darstellt, lass ich mal dahingestellt … ebenfalls, ob es sich um Kitsch, Kommerz oder Kultur handelt. Auf jeden Fall erweckten bereits die Opener die Lebensgeister und innovativ-schräg ist es allemal und somit werden auch die Kids an knallharte Metal- und Gitarrentöne herangeführt. Ich fand’s lustig🙂

4/5

Dennis