PENELOPE FREGO / COOL AS ICE

Penelope Frego bei entertaim.net

Sie begann ihre Karriere als Eiskunstläuferin und kürzlich spielte sie eine kühle Politesse in einem Werbespot und eine eiskalte Drogenbaronin im Underground-Movie „Eyowa“ – Die Faszination Eis zieht sich durch ihr künstlerisches und sportliches Leben und dabei hat die gebürtige Norditalienerin Penelope Frego (alias Pen Fado) eigentlich ein temperamentvolles Wesen … aber das ist die Kunst der Schauspielerei. Wir sprachen mit ihr über aktuelle Projekte und die Unterschiede zwischen Film und Theater …

Interview: Dennis Rowehl, Bild oben mit freundlicher Genehmigung von P. Frego – (c) FiWi Photografie – Bild unten (c) entertaim.net

Links: https://www.youtube.com/watch?v=k5JcCF-HZ0o und https://www.youtube.com/watch?v=wosEGJmFtX4&feature=youtu.be

entertaim.net: Du hast kürzlich einen Werbespot für „Fliegl“ gedreht, bei der du eine Polizistin spielst. Wie war’s?

Penelope: Das hat Spaß gemacht! Mit den Leuten der Produktion habe ich mich sehr gut verstanden und das hat die Arbeit erleichtert. Es war sehr kalt und ich stand den ganzen Tag am Set ohne sitzen zu dürfen, weil die Maske meine Beine tätowiert hatte und man die Gefahr nicht eingehen wollte, dass das Tattoo kaputt geht. Aber eins muss ich sagen: Die Rolle habe ich auch nur bekommen, weil ich beim Casting erzählt habe, dass meine Mutter tatsächlich Polizistin ist! (lacht)

entertaim.net: Sind sonst noch andere Werbespots in Planung?

Penelope: Nein, im Moment bin ich ganz mit Theater und mit meiner Schauspielausbildung beschäftigt.

entertaim.net: Du hast ebenfalls im Underground-Movie „EYOWA“ eine Drogenbaronin gespielt. Gefiel dir die Rolle als „böse Lady“?

Penelope: Auf jeden Fall! Das war eine Rolle, in der ich mich auspowern konnte. Lady Santa Rose ist immer genervt, wahrscheinlich verwöhnt, aber letzendlich jung und unsicher. Das ganze ist etwas „drüber“ gespielt, das war ja auch die Intention des Films! Es galt nicht mehr der Spruch: „Weniger ist mehr“; sondern „mehr ist witzig“. Natürlich auch wegen der tollen Leistung des Camera- und des Schnitt-Teams.

entertaim.net: „EYOWA“ war ein No-Budget-Projekt. Worin lag dennoch der Reiz, in diesem Film mitzuwirken?

Penelope: Ganz einfach: Erfahrungen sammeln, ausprobieren, einfach dabei sein!

entertaim.net: Als Schauspielerin hast Du auch jede Menge Bühnenerfahrung. Was gefällt dir besser … die Theaterbühne oder das Format „Film“?

Penelope: Ich finde, dass die Theaterbühne das allerbeste Schauspieltraining ist. Wer auf einer Bühne spielen kann, kann sein Spiel vor der Kamera meistens ohne Probleme reduzieren. Durch das Theater entwickelt man also ein Bewusstsein über sich selbst und den eigenen Körper, was man sonst nicht erlernen kann.
Momentan interessiert mich das Spiel auf der Bühne sehr, weil ich da sehr viel Entwicklungsmöglichkeiten sehe und weil ich in einen Spielfluss kommen kann, was in einer Fernseherproduktion durch die Wiederaufnahme der jeweiligen Szenen immerwieder unterbrochen wird.
Ich bin davon überzeugt, dass ein Schauspieler der anspruchvolles Bildmaterial drehen will, auch ein hartes Theatertrainig gemacht haben soll: Nur so kann er eine Figur auch mit der richtigen Energie spielen, obwohl er immerwieder unterbrochen wird. Das Spiel vor der Kamera finde ich aber auch sehr interessant und ich wünsche mir, auch in dem Bereich aktiv zu bleiben.

entertaim.net: Bist du in Kürze auf der Bühne zu sehen? Oder gibt es noch weitere Filmprojekte?

Penelope: Ja! Im August im „ARTheater“ Köln mit der „Young Acting Accomplices“ Gruppe vom Regisseur Thomas Ulrich, und immer wieder bei Theaterabenden im „Theater Der Keller“. Was Filmprojekte angeht, verrate ich noch nichts (lacht).

entertaim.net: Du warst in deiner Jugend eine erfolgreiche Eiskunstläuferin? Was hat dich dazu bewogen, mit der Schauspielerei zu beginnen bzw. gibt es Vorbilder, die dich inspiriert haben?

Penelope: Ja, ich habe Eiskunstlauf auf Wettkampfniveau trainiert und den 4. Platz bei den Italienischen Meisterschaften „Free“ 2007 gewonnen. Ich verletzte mich dann aber leider am Knöchel und konnte nicht mehr weitermachen. Ich hab schon immer gern geschrieben, und 2009 schrieb ich ein kleines Theaterstück in dem ich auch selber mitspielte, mit dem meine Schule den 2. Platz an dem Bozner Studentenfestival gewann. Seitdem habe ich immerwieder was gemacht, sei es Musical, Kurzfilmprojekte oder Theater. Und nach meinem Abi merkte ich auch, dass das in dem Moment das richtige für mich war und beschloss Theater zu studieren.

entertaim.net: Penelope, vielen Dank.

Penelope: Gern, vielen Dank zurück.

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