VENOM / FROM THE VERY DEPTHS

Venom bei entertaimnet

In den 80ern wäre es vermutlich Blasphemie gewesen, kurz vor Weihnachten ein Album der Black Metal-Ikonen VENOM herauszubringen, aber Zeiten ändern sich: Black Metal geht mittlerweile anders und ob Cronos und Co ein neues Album herausbringen oder in China ein Sack Reis …. naja … Ihr wisst, worauf ich hinaus will. Natürlich hat das relativ neue Line-Up des finsteren Trios musikalisch mehr drauf als die Holter-Polter-Truppe der Anfangszeit, ABER … das sollte man nicht vergessen … Venom hatten damals einen neuen Trend eingeleitet, allerdings liefen ihnen damals SLAYER schnell den Rang ab. Wie gesagt, Black Metal geht mittlerweile anders und auch bei der musikalischen Weiterentwicklung bleibt schließlich immer noch das stark rudimentäre Songwriting von Mastermind Cronos … den Rest könnt Ihr euch wiederum denken. Musikalisch tut sich nicht wirklich viel, ein Re-Release des „Black Metal“-Albums (nicht zu verwechseln mit „Metal Black“!!!) mit tighten Drums wäre da vielleicht interessanter. Es wird gewohnter dreckiger Black Rock’n’Roll geboten, der nicht wirklich überraschend oder neuartig ist. Im Gegenteil: „Snake“ erinnert ein wenig an Slayer zu „Diabolus in Musica“-Zeiten. Ansonsten, wenn es sich mal nicht so richtig nach den traditionellen Venom anhört, lehnt man sich musikalisch etwas an den Avantgarde von Celtic Frost an (wie zum Beispiel bei „Evil law“), nur nicht so stilistisch gekonnt wie die Schweizer. Queen veröffentlichten einst ein Album, was sie überheblicherweise „Jazz“ nannten, ein absolutes brillantes Stück Musik, was allerdings mit Jazz so rein gar nichts zu tun hatte … ebenso geht es Venom nun mit dem Prädikat „Black Metal“, allerdngs musikalisch um Welten nicht so ausgereift. Doch am Ende bleiben noch 3 positive Aspekte, die hier nicht unterschlagen werden sollen dürfen werden können sein: Also los: a) Ich find es gut, dass ins Alter gekommende Menschen immer noch harte Musik zelebrieren! b) Waschechte Venom-Fans werden sicherlich immer noch Tracks finden, die gefallen … auch wenn die Gunst der ersten Stunde der Frühwerke natürlich dahin ist und man das Feuer sicherlich nicht neu entfachen konnte (live aber vielleicht doch interessant!) und c) da es sich bei diesem Album ganz sicher nicht um Blasphemie handelt, können wir getrost und ganz entspannt Weihnachten feiern. Na dann PROST.

3/5 (eigentlich 2,5 Punkte … aber da bald Weihnachten ist …)

Dennis