SPRING UP FALL DOWN / s/t (FinestNoise)

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Support your local hero – also denn mal los! SPRING UP FALL DOWN gibt es seit 2011; sie kommen wie wir aus Köln und spielen riffgetriebenen Rock zwischen Post-Grunge und Post-Metal. Tja alles ist ja „Post“ heutzutage – dennoch musiziert das Trio auf der Höhe der Zeit. Gleich im Opener „The Quiet“ gibt’s Stakkato-Riffs und zwischendurch merkwürdige elektronische Störgeräusche, die sich im ersten Augenblick wie Scratchen anhören – diese Electronic-Idee zieht sich durchs ganze Album, stört aber auch nicht. „Cliffhanger“ geht los mit Elektrobeats und endet in der Indie-Disco; zwischendurch wird ein verzerrtes Solo rausgehauen, dass es eine wahre Freude ist. Über allem liegt eine typisch „grungige“ melancholische Grundstimmung, immer wieder aufgebrochen durch heftige Gitarrenriffs. Manchmal fühlt man sich dann wie in den guten alten 90ern! Wenn in „The Vast Unknown“ auf einmal ein Ausschnitt aus der berühmten Martin Luther King Revolutionsrede von 1967 zu hören ist, die er in New York hielt, läuft einem schon mal ein kleiner Schauer über den Rücken. „Angrophobia“ überzeugt später mit einem cleanen Stakkato-Riff a la HELMET und steigert sich toll zum Ende hin. Nicht immer kann die Band auf langer Strecke diese Spannung hochhalten, einiges schleppt sich doch etwas langatmig dahin (z.B. „Animal“ oder „Choose Life“) – aber es ist ein Debüt, und da kann man nicht nur Asse im Ärmel haben. In „Change“ flirren die Gitarren, und es wird auch mal das Tempo erhöht, was der Band gut zu Gesicht steht – davon gern mal mehr! Insgesamt ein rundes Debüt einer aufstrebenden Band!

3,5/5

Martin