JESSIE WARE / TOUGH LOVE

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Beginnen wir doch tatsächlich mal mit dem Cover und dem Artwork … und da hab ich doch gleich etwas auszusetzen, denn genau wie beim Vorgänger „Devotion“ findet ein Artwork nicht statt. Warum eigentlich? Es gibt keine Texte, keine Bilder … eigentlich nur eine lieblose Albumaufbereitung. Wer soll sich da noch wundern, dass keiner mehr CDs kauft, sondern nur noch downloaded! Hallo??!! Das Auge isst doch mit … da kann man sich doch etwas mehr Mühe geben, oder etwa nicht?

Also, diese lieblose Schatulle animiert nicht wirklich zum Albumkauf, was … und nun kommen wir zur Musik … eigentlich schade ist, denn Jessie Ware liefert erneut richtig gute Pop-Musik. Der Vorgänger hatte bereits respektable Chartpositionen erreicht und mit dem neuen Album sollte Jessie dies wiederum gelingen. Hin und wieder wird man das Gefühl nicht los, dass Jessie ihre Wurzeln in den Spät-80ern hat, denn es handelt sich bei den Tracks um espritvolle Popsongs und eben nicht um … wie sagt man noch … ach ja: EDM. Man spürt irgendwie den Geist von Lisa Stansfield, Pebbles, Sade, Janet Jackson, Dalbello usw … was nicht bedeutet, dass diese CD altbacken sei. Absolut nicht! Pop mit Seele! Insbesondere die ersten vier Tracks (inklusive dem Titelsong „Tough Love“ sind absolut überzeugend und großartig. Auch, wenn das Niveau insgesamt leicht absingt, liefert Jessie immer wieder Highlights. Ein absolut überzeugendes Pop-Album!

4/5

Dennis