CRUCIFIED BARBARA / IN THE RED

Crucified Barbara on entertaim.net

Seit „In Distorion we trust“ bin ich ein Fan der schwedischen Mädels, die sich dem Rock’n’Roll verschrieben haben und seit dem Debüt live on stage Gas geben, wo auch immer sich eine Möglichkeit zeigte bzw. zeigt … und Kontinuität brachte auch Qualität hervor, denn es gelang den vier Schwedinnen um Mia Coldheart, sich ständig weiterzuentwickeln und ziemlich coole Alben hervorzubringen … mit musikalisch steigender Tendenz, was schließlich im „Midnight Chase“ gipfelte … desto erstaunlicher ist die musikalische Rückentwicklung (nennen wir es mal so) beim vierten Album und es stellt sich die Frage, wie es möglich ist, bei individueller musikalisch-spielerischer Weiterentwicklung derart mittelmäßige Songs zu komponieren und somit in der musikalischen Evolution einige Schritte zurückzugehen. Ernsthaft. Bedauerlicherweise! Dieses Album war nach großen Erwartungen und dem ersten Hören sehr enttäuschend und soetwas deutete sich nun wirklich nicht an. Es mag nachvollziehbar sein, dass einem nichts mehr einfällt, nachdem man Millionär geworden ist, weil man plötzlich nicht mehr hungrig ist (z. B. Metallica, Red Hot Chili Peppers), aber davon sind die Barbaras eigentlich weit entfernt. Dennoch fiel dem Quartett nichts Besseres ein, als in vorhersehbaren Klischees des Rocks herumzudümpeln und keinen wirklichen Kracher komponiert zu haben, obwohl nun eine Menge Zeit dazwischen lag. Vielleicht hat das ständige Touren mit rudimentären Rock-Bands abgefärbt und den Blick in Richtung Innovation und Inspiration verwässert, was eine Horizenterweiterung determinierte. Mmhh, wer kann das schon sagen?! Es gab auf dem aktuellen Album nicht einen einzigen Song, der mich wirklich umhaute … und das war schon mal anders. Okay, die Songs sind nicht übel, aber es handelt sich hier nicht um eine Schülerinnen-Band, sondern um Crucified Barbara … und beim vierten Album darf man die Messlatte wohl auch höher legen! Auch die aktuellen Promo-Pics sind nicht der wirklicher Burner und erneut stellt sich die Frage, wie es möglich ist, dass 4 hübsche Schwedinnen auf den Bildern eben nicht so wirklich hübsch und eher langweilig-klischeehaft in Szene gesetzt worden sind. Und was man sich bei dem Cover gedacht hat …. das aber nur am Rande. Vielleicht sollten die 4 Mädels mal im Vorprogramm von Steven Wilson oder RUSH spielen, um inspiriert das wirkliche eigene Potential wiederzufinden und auszubauen. „In the Red“ war nicht übel, aber für das vierte Album leider eine Enttäuschung und aufgrund der Mittelmäßigkeit das bisher schlechteste Album einer eigentlich großartigen Band. Dennoch …. live bin ich dabei!

3/5

Dennis

 

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