c/o pop convention: JÄGERMEISTER – Der Gruppenkleber bläst uns einen!

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entertaim.net war auch dieses Jahr zu Gast auf der Convention, dem Business-Kongress der c/o pop in Köln. Der erste Tag der Convention stand ganz im Zeichen von Brands und Marketing – das Musikfestival öffnet sich also thematisch noch weiter dem Business. Als prominentes Beispiel diente eine Präsentation von JÄGERMEISTER (Jm). Speaker Nadine Strotmann – Marketingfrau von Jm – stellte die Marke Jm unter dem Musik-Marketing-Gesichtspunkt vor. Ein Bericht von Martin Hannig

Jm ist in über 90 Ländern vertreten, und fragt man nach dem Grund des Erfolgs, so muss man feststellen, dass lt. Nadine Jm ein „Gruppenkleber“ ist; also eine Marke, die Leute zusammenbringt, indem sie Emotionen, Party-Abfahrt und Authentizität transportiert.

Das spezielle Engagement von Jm im Musik-Business begann vor 15 Jahren, womit Jm eine starke Reputation aufbauen konnte. Es geht hier immer um Event-Marketing: die Zielgruppe der „Erwachsenen Jungen Wilden im Alter von 18-30“ soll so angesprochen werden.

Jm steht wie alle Marken vor dem grundlegenden Problem der Aufmerksamkeitsökonomie in der digitalen Welt: was nicht interessiert, findet schlicht nicht statt. Nadine Strotmann machte eindringlich klar, dass hier ein Umdenken in der klassischen Markenführung erforderlich ist. „Zuhören, zugucken, und denken wie Menschen, nicht wie Werber“ – dies sei unabdingbar. Thema Zuhören: Jm fand z.B. in Gesprächen heraus, dass es eine große Sehnsucht nach Beständigkeit in der Zielgruppe gibt – und natürlich ist die traditionsreiche Marke Jm damit optimal angesprochen! So macht man sich beim Jm auf den Weg, die „Schnittmenge zwischen Mensch und Marke“ zu finden, so Nadine.

Sie stellte alsdann das Marketing-Credo von Jm vor:

  • Achte auf Details in der Kommunikation
  • Liebe zur Marke ist nicht käuflich, z.B. in Kooperationen mit Musikern muss es immer zuallererst um die Musik gehen.
  • Kein Kommunikationsterror
  • Gute Geschichten erzählen, die witzig sind und inhaltlich wertvoll, und dafür spezielle Anlässe schaffen
  • Sei echt und ehrlich und „Schuster bleib bei deinen Leisten“ (man kennt das ja als Kernkompetenz)

Praktische Beispiele des Jägermeister-Engagements ergänzten nun die theoretischen Ausführungen. So entwickelte Jm zusammen mit Künstlern die „Wolfenbütteler Festspiele“ als einzigartiges Musikformat im Livesegment. Die „Feierabend-Konzerte“ finden als Wohnzimmer-Gigs z.B. in WGs statt. Der „Gasthof Zum Röhrenden Hirschen“ ist als Jägermeister-Treffpunkt bekannter Gast auf vielen Festivals.

Das neueste Modul in diesem Marketing-Mix ist schließlich die Jägermeister-Blaskapelle. Die aus 15 Musikern bestehende Brass-Band zog zu Beginn durch Clubs und über Festivals, um in einer Art Piratenaktion überfallmäßig die Partys mit ihren Brass-Covers aktueller Hits aufzumischen. Dies war so erfolgreich, dass die Band dann eigene Auftritte bekam im JM-Gasthof, und später auch in Umbaupausen auf den großen Festivalbühnen, z.B. bei Rock am Ring. Den Durchbruch „vom Push zum Pull“ schaffte die Band dann auf einer After-Show-Party des ECHO-Preises, als sich auch die anwesenden Musik-Business-Leute begeistern ließen. Die Blaskapelle wurde als Support von Scooter und The Boss Hoss auf deren Tourneen gebucht und traf auf ein begeistertes Publikum. Dies führte nun dazu, dass ein eigenes Album eingespielt wurde, das bald erscheinen wird – mit vielen Gastsängern wie Sido, Marteria, Cro, Alligatoah. Das einst als spontane Schnapsidee zur Markenunterstützung ausgedachte Projekt hat nun ein sehr erfolgreiches Eigenleben entwickelt – ein kurzer Auftritt der Band zum Abschluss der Veranstaltung zeigte dies eindrucksvoll, und Nadine Strotmann durfte zurecht stolz auf ihre Idee sein.

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