KARMA TO BURN / Arch Stanton / (Faba Records)

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Arch Stanton dürfte nur Hardcore Sergio Leone-Fans geläufig sein: es ist der Name auf dem Grabstein in der berühmten Shoot out Szene von „The Good The Bad And The Ugly“ (ja genau: die Szene mit dem Soundtrack „Ecstasy Of Gold“, am Anfang eines jeden Metallica-Gigs zu sehen und zu hören!) . Und nun dies: Knapp 20 Jahre hat das Trio KARMA TO BURN auf dem Buckel, und endlich gibts mal wieder Nachschub für den Player! “Arch Stanton” setzt die Reihe der KTB-Releases mit den durchnummerierten Songs fort – sie sind bei 53 bis 59 angekommen. Mit ihrem heavy instrumental stoner metal rock haben sie ihre eigene Nische besetzt – härter als die Instrumental-Kollegen von Monkey3 oder Long Distance Calling, und vor allem konziser und mehr auf den Punkt. Keine langen Jams und ausladende krautrockige Ausflüge – sie sind die Meister der 3-4-Minüter, die direkt zur Sache kommen. Fette Riffs mit geilen Moshparts wie im Opener „Fifty Seven“ sind das Markenzeichen der Band. Dabei gehen sie ein bisschen back to the roots und knüpfen an ältere Scheiben um die Jahrtausendwende an. Ein Highlight des Albums sicherlich der ältere Track „Twenty Three“ (klar, wird ja nummeriert), der hier erstmals im Studio aufgenommen wurde. „Fifty Three“ ist ein böse groovendes Doom-geladenes Rockmonster geworden – stoner metal at it‘s best. Es fällt nicht nur hier auf, wie tight die Band spielt, wie Bass und vor allem die megageilen Drums eine unbarmherige Rhythmussektion bilden. Dazu die fette Abmischung. „Fifty Four“ bringt weitere richtig fette Metalriffs pur. Wie schwer ist es doch, im Metal ohne Gesang den Spannungsbogen aufrecht zu halten, und wie toll schaffen das KTB!!  Der Bogen schließt sich mit dem treibenden letzten  Track des Albums „Fifty Nine“, in dem ein paar Soundclips von – siehe „Arch Stanton“ – „The Good, The Bad And The Ugly“ gemixt sind.

„Arch Stanton“ dürfte das beste Album von KTB im neuen Jahrtausend sein. Ein fetteres Stoner Instrumental Metal Paket ist schlechterdings nicht vorstellbar.

4/5

Martin Hannig

See them live – aber Vorsicht: ihr werdet weggeblasen!

12.09.2014 Kiel – Schaubude
13.09.2014 Köln – MTC
14.09.2014 Lindau – Club Vaudeville
15.09.2014 Jena – Rosenkeller
16.09.2014 Konstanz – Kulturladen
17.09.2014 Weinheim – Cafe Central
20.09.2014 A – Linz – Kapu
21.09.2014 A – Wien – Viper Room
30.09.2014 CH – Zürich – Kinski