ECHO AND THE BUNNYMEN/ Meteorites (429 Caroline)

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Wenn Spätwerke immer so ausfallen wie bei „Meteorites“, dem neuen Album von ECHO & THE BUNNYMEN, würde man beständig jubeln ob der Rückkehr alter Helden. Ian McCulloch ließ Meteorites von Youth produzieren, der seine Meriten bei Killing Joke, The Orb oder The Verve verdient hat und ECHO in ein tolles Gewand aus Psychedelic Pop und 80ies Sounds packt, viel Hall auf Ians Stimme inclusive und oben drauf die grandiose Gitarrenarbeit seines ewigen Bandmates Will Sergeant.

Die Songs sind durchweg großartig geraten – der alte Lautsprecher McCulloch hatte schon recht als er das beste Album der Band seit Äonen ankündigte. Riesige Melodien stehen wie Giganten in der Landschaft, umflort vom typischen BUNNYMEN-Sound – dabei vergisst McCulloch nicht in Richtung Pop-Appeal zu schielen und radiotaugliche Songs zu liefern (das repetetive „Holy Moses“). Auch der Dancefloor wird mit dem achtminütigen Primal Scream ähnlichem „Market Town“ bedient – schließlich ist Youth ja auch ein bekannter Remixer. Zwischendurch fühlt man sich dann sogar an Pink Floyd erinnert – was für McCulloch spricht.

Ein sehr gelungenes Album – wer hätte das gedacht nach all den Jahren. Gebt dem ECHO eine Chance.

4/5

Martin Hannig