THE BIRDS OF SATAN / The Birds Of Satan (Shanabelle/Kobalt)

Birds of Satan

Taylor Hawkins ist seines Zeichens Drummer der FOO FIGHTERS. Zusammen mit Wiley Hodgden und Mick Murphy (von der alten Tribute-Band Chevy Metal) gründete er das Sideproject THE BIRDS OF SATAN (geiler Bandname, erinnert mich an die ähnlich gelagerten EAGLES OF DEATH METAL!), die sich eine schöne Woche in Dave Grohls analogem Heimstudio machten und diesen Glam-Metal-Bastard einspielten. Der Opener „The Ballad of the Birds of Satan“ ist gleich die kühnste Track auf der Platte, ein Neun-Minuten-Wahnsinn, der mit gefühlten 100 Glam-Metal-Riffs aufwartet. Der Operetten-Ansatz von Queen wird mit dem räudigen Sweet-mäßigen Ballroom-Blitz vermischt, dazu eine Prise QOTSA – fertig sind die „Ballade“. Die QUEENS hört man anschließend bei „Thanks For The Line“ stark heraus, mit typischem Josh-Homme-Trademark-Riff – unterbrochen nach 2 Minuten von einem Freddie Mercury Klavier-Part und einer Brian May-Sologitarre. QUEEN ohne das „s“ auch bei „Pieces Of The Puzzle“ – Satzgesang im Background, einige unverhoffte Breaks, und x Schichten Gitarren übereinander – das muss man erst mal machen! Hört sich Sänger Taylor Hawkins nicht sogar wie Roger Taylor an? Das beatleske „Raspberries“ bringt dann die Pop-Sensibilisten hervor, ohne auf Powerchords im Chorus zu verzichten. Dieses Album macht vor allem durchgehend Spaß, weil es Power hat und extrem fett klingt und die Songs extrem schön durchkomponiert sind – obwohl es nur ein Spaßprojekt ist. Davon gern mehr!!

4/5

Martin Hannig