BENEDICTUM / OBEY (FRONTIERS)

Benedictum Obey on entertaimnet

„OBEY“ ist nunmehr das vierte Studioalbum der ursprünglich aus San Diego stammenden Band um Frontfrau Veronica Freeman, die einst beim Debütalbum zu Ruhm gelangte, weil sie als Frau über eine Stimme verfügte, die an Ronnie James Dio sowie Paul Shortino heranreichte und Black Sabbath’s „Heaven and Hell“ coverte. Das liegt nunmehr einige Jahre zurück und Benedictum ziehen ihre Kreise irgendwo im Bereich des TRUE METALs. „Uncreation“, so der Titel des Debütalbums, war richtungsweisend für eine potentiell große Karriere, doch dann hatte man den Eindruck, dass sich die Band nicht so ganz sicher war, wohin die Reise gehen sollte und aus dieser Art Unentschlosenheit entstand eine Gratwanderung zwischen Moderne und „Altbacken“, True-Metal, Powermetal, Härterem und Lobpreisung der Helden des Metals. Im Grunde stellt „Obey“ da keine Ausnahme da, denn Benedictum machen da weiter, wo sie beim dritten Album aufgehört haben. Keine wirkliche musikalische Erweiterung erkennbar, aber das hielt AC/DC spätestens nach „For those about to rock“ ja auch nicht davon ab, weiterhin erfolgreich zu bleiben. Aber Benedictum sind nicht AC/DC und heutzutage ist der Musikmarkt voll von Konkurrenz. Es geht metallastig und traditionell los und bedauerlicherweise übertrumpfen Stakkato-Drums und stumpfe Backing interessante Passagen wie z. B. die Bridge bei „Fighting for my life“. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Meiner Meinung nach sind Benedictum einen Schritt zurückgegangen und haben den Blick in die Moderne endgültig ad acta gelegt. Finde ich persönlich schade, weil ich dieser Band eine Menge zugetraut habe, aber die Verwurzelung mit dem TRUE METAL und das Abreiten von metallischen Klischees prägt oder begrenzt die Möglichkeiten. Benedictum haben die traditionellen Metalheads im Visier, die auf Doro, Grave Digger und Manowar stehen. Ist man in dieser Schiene beheimatet, liegt man beim neuen Benedictum-Album goldrichtig … steht man auf Frische, wird man wenig gefallen an „Obey“ haben.

Dennis