ANDI DERIS AND BAD BANKERS / Million Dollar Haircuts on ten Cent Heads (In-EAR-Music)

Andi Deris Album bei entertaimnet

PINK CREAM 69 und HELLOWEEN sind Stationen, in denen sich Andi Deris einen Namen als exzellenter Hard Rock Sänger machte. Mit den bösen Bänkern ist er nun in eigenem Namen unterwegs und legt mit diefem Sound deftig los. Musikalisch hat die CD mehr von PC69 als von Helloween. Statt Powermetal ist teilweise düsterer Hard Rock angesagt, mit Songs, die partiell an die 90er von Pink Cream erinnern. Natürlich mit einem Sound, der in diese Zeit passt. Dass super Musiker am Start sind, versteht sich von selbst und dass Andis eigenständige Stimme natürlich untrennbar mit den oben genannten Bands in Verbindung steht, erschwert den Blick, dieses Album als wirklich eigenständiges Projekt in Augenschein zu nehmen. Musikalisch bewegt sich Andi zwischem zuchersüßem und düsterem Hard Rock mit ansatzweise experimentierfreudigen Pasagen, zwischen Innovation und Altbacken-Rock. Einige Nuancen erinnerten mich sogar an Steel Dragon, der fiktiven Band aus dem Film „Rock Star“. Im Ernst … ich weiß wirklich nicht, was ich von diesem Album halten soll. Die Songs sind alle ganz nett, aber so richtig wollte der Funken nicht herüberspringen. Vielleicht fehlt es dann doch am Esprit … die Gänsehaut, die ich beim PC69-Debütalbum hatte, wollte sich nicht einstellen. Dennoch: Starke Gitarrensoli und einige Highlights. Ach ja … vielleicht sollte man noch mal auf den Titel des Albums zu sprechen kommen: Gut gewählt! Anlässlich der von Bänkern inszenierten Wirtschaftkrise sind zynische Töne sicherlich angebracht, vielleicht hätte alles noch BÖSER ausfallen können. Wie auch immer, Reinhören kann man mal und dann soll jeder selbst entscheiden.

3/5

Dennis

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