42 DECIBEL / HARD ROCK N ROLL (Steamhammer)

42 DEcibel on SPV, entertaimnet Magazine

Aus dem Hardrock-Eldorado Argentinien kommt diese unglaubliche Band namens 42 DECIBEL. Ihr Album ist eine einzige Prise hart boogierockender Rock der Marke AC/DC. Selten hörte man eine Band so konsequent in den Fußspuren der Young-Brüder wandeln. Jeder Song hätte auf einem der AC/DC Frühwerke erscheinen können! Dazu kommen die Vocals von Junior Figueroa, der irgendwo zwischen Bon Scott und Marc Storace einzusortieren ist – wenn man nicht genau hinhört, könnte man aber meinen Bon wäre aus dem RocknRoll-Himmel herabgestiegen – und als Geist in Junior Figueroa hineingefahren.Hinzu kommt, dass die Instrumentalarbeit 100% AC/DC ist – die fetten Rhythmusgitarren mit den dreckigen Bluesriffs, die hysterische Angus-Sologitarre (die oft mit Slides a la ROSE TATTOO verfeinert wird), die gebellten Backgroundvocals, die auf den Punkt gespielten Drums, die gesamten Arrangements. Da auch noch die Songs vom harten RocknRoll-Leben handeln (der Opener „Scotch Drinker“; „Drinkin Margaritas“, etc.), ist das AC/DC-Gefühl komplett. Wer also auf „Dirty Deeds“, „High Voltage“, „Let There Be Rock“ steht, muss hier zugreifen. Während AIRBOURNE die rotzige schnelle moderne AC/DC-Ausgabe ist, bleibt 42 DECIBEL dem alten Original näher – was in diesem Fall funktioniert und mächtig Spaß macht! Dieses Album beweist, dass der bluesinfizierte Aussie-Hardrock der Endsiebziger auch in unserer Zeit bestens funktioniert. Wenn nächstes Mal die recht trockenen Drums noch etwas fetter abgemischt werden, gibt’s auch den vierten Punkt!

3,5/5

Martin Hannig

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