LASTDAYHERE / A NEW BEGINNING (Graviton)

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Das Debütalbum der Metaller aus Slowenien liegt bereits ein paar Jahre zurück und die Truppe überraschte mit einem Album, was internationalen Standards ohne Probleme standhalten konnte und mit Reife überzeugte. Musikalisch bewegte man sich im Bereich zwischen Sevendust bis Killswitch Engage (End of Heartache). Mit „A new beiginning“ liegt nun das brandaktuelle Album vor … also hören wir mal rein:

Modern und international bzw. fast amerikanisch klingend geht’s los: „Road to nowhere“ und man merkt schnell, dass LastDayHere ihrem Stil treu geblieben ist; gewissermaßen postmoderner Nu-Metal, weitgehend im Midtempo-Bereich angesiedelt und mit starken Akzentuierungen a la Sevendust etc. Song Nummer 2 geht dann wieder in die End-of-Heartache-Killswitch-Engage-Schiene und die erste Single „Fly away“ (Song Nummer 3) reiht sich problemlos ins Schema ein. Allerdings fängt man ab dem vierten Song an, sich die Frage zu stellen, ob man den gleichen Song jetzt zum vierten Mal hört, denn obwohl die Songs einzeln betrachtet ziemlich cool sind, so laufen sie doch immer nach demselben Schema ab und es wird langweilig, zumal Song Nummer 5 und 6 ähnlich klingen wie Song 4. Der Gesang ist gut, aber auf Dauer doch sehr monoton und es fehlt an Höhepunkten, interessanten Refrains oder einfach nur Hooklines. Erst „All I need“, beinahe eine Ballade, hebt sich vom typischen Einheitsbrei ab und klingt stark nach Staind. Danach geht’s weiter in (fast schon) typischer LDH-Manier und am Ende hab ich mir berechtigterweise die Frage gestellt, ob man wirklich 15 Tracks auf dieses Album bringen muste, wenn sich mehr als 80% der Songs und Arrangements nicht wirklich voneinander unterscheiden. Wie gesagt, die Songs einzeln betrachtet, sind überzeugend und professionell, aber wenn man das gesamte Album durchgehört hat, kommt man bedauerlicherweise zu der Erkenntnis, dass man sich an keinen Song wirklich erinnern kann. Masse statt Klasse … too many Fillers, no Killers! Weniger Songs, diese aber stärker ausgereift und mit gelegentlichen Raffinessen wären da sicherlich wirkungsvoller gewesen. Einige Tracks kann man so stehenlassen, doch diese versinken und ertrinken dann in einem Sumpf von Monotonie und verlieren ihren Glanz. Fazit: Gute Einzeltracks, insgesamt zu wenig Abwechslung, keine Highlights und aufkommende Langeweile. Insgesamt Durchschnitt.

3/5

Dennis Rowehl