SCALE THE SUMMIT / THE MIGRATION (Prosthetic)

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Instrumentaler Prog vom Feinsten und ohne Gesang, vielleicht nicht so komplex wie Chimp Spanner oder Uneven Structure, aber musikalisch ebenfalls brillant. Scale the Summit legen hingegen weniger Wert darauf, jeden Takt den Takt wechseln zu müssen und Musik zu einer mathematischen Kunstform quasi deformieren zu wollen. Statt dessen setzt man auf Atmosphäre durch die Lead-Gitarre, wie es einst von Bands – obgleich diese immer einen Sänger hatten – wie Saga, Marillion u. ä. zelebriert wurde. Nicht, dass es hier wirkliche Parallelen geben könne, denn dafür gehören STS sicherlich eher der New Prog Generation an, obwohl sie schon bedingt in Schemata der 80er verhaftet sind. Um dem Album sprachlich-technisch gerecht werden zu können, muss man vermutlich Musik und Germanistik studiert haben, aber eine künstliche Intellektualisierung erscheint auch wenig sinnvoll. Genieße man einfach die Musik! Musikalisch vollendet kann man einfach die Augen schließen und sich gewissermaßen berieseln und verzaubern lassen. STS würden gut zum Euroblast Festival passen. „The Migration“ ist sicherlich nicht die Musik für jedermann und gehört auch in die Kategorie Spartenmusik, musikalisch bewegen sich die Jungs auf ganz hoher Ebene.

4/5

Dennis Rowehl

 

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