ANDREW STOCKDALE / Keep moving (Universal)

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Andrew Stockdale, die Stimme von WOLFMOTHER, auf Solopfaden und „Keep moving“ enthält ganze 17 Tracks. Steigen wir mir Andrew in den alten Pick-up und begeben wir uns auf eine Zeitreise in die 60er-Jahre. Roadmusic mit einem hohen Bluesanteil, sehr chillig und graslastig. Den Koffer voller psychedelischen Drogen wie bei „Another Roadside Attraction“ (Tom Robbins lässt grüßen) geht es weiter von einer Hippie-Kommune zur nächsten, zwischendurch wird an einem Hamburger-Grill noch eine hübsche Tramperin aufgegabelt … und so grooven wir allmählich an die Westküste der USA. Erstaunlich ist vor allem, wie es Andrew Stockdale hinbekommen hat, dass man sich 1 zu 1 in der Zeit zwischen den Doors, den Mamas und Papas und Creedence Clearwater Revival wiederfindet. „Meridian“ klingt sogar ein wenig nach den experimentierfreudigen Nummern von Black Sabbath. Das Spannende an dieser Reise ist ferner, dass man immer wieder neue Leute trifft, genügend Zeit hat, dieses Album rauf- und runterzuhören und neue Trips entdeckt. Ein Driften in Parallelwelten und wie der Albumtitel bereits verrät, bleibt man bei diesem Album ständig in Bewegung und kann einfach nicht stillsitzen. Die durchdringende Stimme Stockdales wirkt dabei fast hypnotisierend und diese Zeitreise dauert unendlich, sodass man wirklich das Gefühl von Zeit und Raum vergisst. Mich würde interessieren, wie lange der gute Andrew gebraucht hat, dieses Monsterwerk aufzunehmen. Immer wieder gibt es neue Highlights zu entdecken und aufgrund der Vielseitigkeit kommt zu keinem Zeitpunkt auch nur im Geringsten Langeweile auf. Doch irgendwann nach 17 Tracks war auch diese Reise zu Ende und veranlasste mich zu der einzig möglichen Bewertung … die Höchstmarke!

5/5

Dennis Rowehl

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