GOO GOO DOLLS / MAGNETIC (Warner)

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„Dizzy up the girl“ lautete 2002 der Titel des Masterpiece der Alternative-College-Rocker aus den Staaten und Serien wie Dawson’s Creek verdankten die Goo Goo Dolls den großen Erfolg. Bei „Death to all but Metal“ widmeten Steel Panther den Goo Goo Doll sogar zwei Textzeilen … alerdings der Geringschätzung, aber das ist ein anderes Kapitel (…) doch, und das sollte an dieser Stelle erwähnt werden, „Dizzy up the girl“ hatte einiges an Qualitäten zu bieten. Gut, dass Geschmäcker verschieden sind. 11 Jahre später erscheint nun „Magnetic“, nicht zu verwechseln mit „Death Magnetic“ und wir werden begrüßt von einem relativ einfachen und lieblosen Cover einer jungin Soldatin. In Anbetracht der doch relativ hohen Preise für CDs hätte man das alles ein wenig liebevoller gestalten können. Da kann man doch mindestens ein 16-seitiges Booklet erwarten. Nun denn … eine musikalische Weiterentwicklung ist, und das kann man eigentlich bereits beim ersten Song feststellen, nicht erkennbar und so performen die Goo Goo Dolls sehr mainstreamigen Gitarrenpop und bereichern den Musikhimmel wirklich nur partiell. Nach 5 relativ langweiligen und bedeutungslosen Tracks kommt mit „Bringing on the light“ etwas mehr Farbe ins Spiel. Auch die Ballade „Bulletproofangel“ stellt ein weiteres Highlight dar und erinnert an die Qualitäten der Slow-Songs des 2002er-Albums. Und als Abschluss gibt es mit „Keep the car running“ auch noch einen Song, der mir persönlich gut gefiel. Zuvor gab es allerdings das überflüssige „Happiest of days“ mit einem ganz furchtbaren Gesang. Es ist ein Album, was natürlich solide produziert wurde, aber einem langweiligen Zeitgeist entsprungen ist: Politisch korrekt, ein Hauch Gender Mainstreaming und bloß nicht anecken! Die Goo Goo Dolls haben sicher gute Chancen, bei „Wetten dass“ auftreten zu können, aber insgesamt ist „Magnetic“ bis auf drei Songs eher enttäuschend und leider nicht wirklich „anziehend“.

2,5/5

Dennis Rowehl

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