ROB ZOMBIE / Venomous Rat Regeneration Vendor (Zodiac Swan Records)

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Wer weiß, wo ROB ZOMBIE heute wäre, wenn es nicht Beavis and Butthead gegeben hätte, denn die beiden Metalheads liebten WHITE ZOMBIE und katapultierten die Truppe in den 7ten Himmel (oder die 7te Hölle) und der Stil aus Metal, Crossover, Industrial, Comic-Horror rockte die desorientierten 90er. Vermutlich würde Rob jetzt in einem cosmic Comic-Shop arbeiten, aber irgendwie schaffte er es, seinen Gesang, der im Grunde nur aus 3 Tönen besteht, zu perfektionieren bzw. ein Sub-Genre zu professionalisieren und den Mischmasch aus Horror, alten Low-Budget-Filmen, Samples, Remixes und harten Gitarren … naja … und seinem unverwechselbaren 3-Ton-Gesang im Segment höchster Popularität zu institutionalisieren. Auch der neue Silberling könnte ein Soundtrack eines Ed Wood-Remakes sein. Kosmische Töne, Samples, harte Riffs und das gewohnte Strickmuster. Textlich geht es ebenfalls um Kreaturen, Freakshows, Rock and Roll und den üblichen Nonsens … und dennoch … einige Tracks gehen tierisch ab und rocken bis aufs Mark … wie zum Beispiels „Behold, The Pretty Filthy Creatures“! Klingt beinahe wie Static X … aber na klar, der Rob war zuerst da! Aber nun right from the beginning … nach 2 typischen Tracks zu Anfang liefert Rob mit „Revolution Revolution“ eine waschechte Tanz- und Headbang-Hymne, dann folgt eine Art Hare Krishna Singsang oder ein esoterisches Intro für ein ebenso merkwürdiges Musikstück, dessen Titel zu lang ist, um hier genannt zu werden und das anschließende „Rock and Roll“ erinnert mehr an Kraftwerk als wirklich an Rock’n’Roll … mit anderen Worten: Der erste Teil ist eher mittelmäßig, DOCH dann folgt der bereits angesprochene Track „Behold …“ und es geht metal-lastig weiter! „White Trash Freaks“ klingt dann zwar etwas nach Marilyn Manson, macht aber nichts … , denn mit „We’re an American band“ geht’s wieder mit Metal-Rock weiter und Rob trifft einen 4ten Ton … großartig! (Er könnte bei diesem Song von Alice Cooper inspiriert worden sein.) Weiter geht’s mit „Lucifer Rising“, einem weiteren echten Metal-Song, der richtig abgeht! Nach einem weiteren Song Auszeit beendet Rob die CD mit industriellem Punk-Rock namens „Trade in your guns for a coffin“. Fazit: Das neue Album mixt Altbewährtes, was man, wenn man schon ein Rob Zombie-Album besitzt, nicht wirklich braucht, mit einigen echten Highlights. Von mittelmäßig bis grandios-rockend!

noch 4/5

Dennis Rowehl

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