Jenny Hooker / Hooker Rock (Broken Valve Music)

Jenny Hooker review on entertaimnet

Die Band Jenny Hooker, in der sich übrigens KEINE Frau befindet, mit Anthrax und Soil in einen Topf zu werfen, so dem Presseinfo zu entnehmen, ist ungefähr so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, und eigentlich muss man auch gar nicht so um den heißen Brei herumreden … von wegen Stoner, Souhern Rock oder ähnliches … NO WAY, bringen wir’s auf den Punkt. Jenny Hooker spielen Schweinerock der zumeist rudimentäreren Art … aber warum auch nicht?! Und dabei bedient man sich der typischen Klischees mit Südstaaten-Shirt und einem halbnackten Model. Naja …. oftmals verwendet man derartige Eyecatcher, um vom Inhalt, also der Musik, abzulenken. Was den Schweinerock (dieser Begriff ist nicht negativ gemeint, sondern charakterisiert lediglich die rustikale Machart!!!) betrifft, so machen die 4 Jungs aus München das aber weitgehend sehr erfrischend und offenbaren durchaus internationale bzw. amerikanische Nuancen bei wuchtigem Sound. Einzig und allein der Gesang konnte mich nicht überzeugen, denn dieser ist zwar kräftig, aber irgendwas innerhalb der Klangfarbe gefiel mir nicht so recht. Nichtsdestotrotz … und hier kann man dem Presseinfo wiederum Glauben schenken … haben die Dosenbierfans und Hinterhofrocker eine perfekte neue CD für Grill- u. Bierfeste, denn dieser Schweinerock hat mehr zu bieten, als man es von vielen vergleichbaren Bands gewöhnt ist. Wenn man es also rudimentär mag, sollte man sich diese Jungs auf jeden Fall mal reinziehen. Bewerten kann ich die CD nicht wirklich, aber „Hooker Rock“ schmeckt wie eine deftige Erbsensuppe. Sie macht satt, schmeckt auch gut, findet aber keine Erwähnung in entsprechender Fachliteratur für Feinschmecker … but … so what?! Das lag sicher auch nicht in der Absicht dises Quartetts. Ich fand’s ganz unterhaltsam.

Rock Schmidt