Tom Keifer / The way life goes (Warner)

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Die ersten beiden Cinderella-Alben sind Legende und somit ist Tom Keifer natürlich kein unbeschriebenes Blatt und ist mit seinem neuen Album „The way life goes“ zurück. US Road-Songwriting at its best. Bereits der Opener (gleichzeitig auch die erste Single) „Solid Ground“ macht richtig Spaß. Bottleneck, Blues, der Staub der Straße und ein Hauch Rock’n’Roll. Tom Keifer macht das, was er am besten kann und seine unverwechselbare, rauhe Stimme und der cleane Cinderella-Gitarrensound geben dem Album das gewisse Etwas. Tom Keifer präsentiert exzellentes Songwriting von Tom Petty bis Cinderella, teilweise mit kommerziellem Touch fürs Radio (A Different Light“) mit der berühmten höheren Terz am Ende des letzten Refrains. „It’s not enough“ geht dagegen wieder in Richtung rough Cinderella, ebenso wie die Ballade „Thick and sin“, die durchaus auf dem „Long cold winter“-Album hätte veröffentlicht werden können. Ganz großes Tennis! Richtig gut! Balladen schreiben, das kann der gute Tom nun echt und im Gegensatz zu den kitschigen Songs, die Bon Jovi mittlerweile an den Mann bringt … und das auch noch groteskerweise sehr erfolgreich … haben diese Nummern echte Substanz! In dieselbe Kategorie kann man dann auch den „Flower Song“ einordnen … Sonne, ein kühles Bier und dieses Album!!! Mit „Mood Elevator“ geht es dann mal wieder richtig zur Sache, denn zu viele Baladen, wenn sie auch noch so genial sind, werden ja auf die Dauer auch langweilig. „Ain’t that a bitch“ erinnert musikalisch dann etwas stark an Tom Petty’s „Last dance for Mary Jane“, aber das vermutlich auch bewusst. Zum Abschluss gibt es mit „Babylon“ noch mal eine richtige Rocknummer! Fazit: Tom Keifer hat hier ein Album abgeliefert, was durchaus hohes Potenzial hat, regelmäßig den Weg in meinen CD-Player zu finden, denn es überzeugt mit 14 Songs auf kompletter Linie … keine Filler! Eine mehr als überzeugende Leistung! Vielleicht ist „The way life goes“ das eigentlich dritte Cinderella-Album als würdiger Nachfolger von „Long cold winter“!

5/5

Dennis Rowehl

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