DEVICE / DEVICE (Warner)

Device Review on entertaim.net

Unter „DEVICE“ verbirgt sich David Draiman, die Stimme von Disturbed, und es stellt sich bereits zu Beginn die berechtigte Frage, worin nun eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen Device und Disturbed besteht … und um es vorweg zu nehmen: Ich kann diese Frage nicht beantworten, was natürlich darauf zurückzuführen ist, dass David Draiman einen unverwechselbaren, aber auch stark eingeschränkten Gesang, teilweise durch Reggae geprägt, an den Tag legt. Musikalisch bewegt sich das Album ebenfals in dem Segment, welches man mal als NU METAL bezeichnet hat, also moderner Metal mit kommerziellem Touch und Hang zum Crossover. Disturbed-Fans werden dieses Album lieben, soviel sei gesagt … wer das Interesse nach der Veröffentlichung des Debüts „The Sickness“ aufgrund der Monotonie des Gesangs verloren hat, wird es auch nach dem Hören dieses Albums dabei belassen. Natürlich sind die Rahmenbedingungen erstklassig und mit Geezer Butler, Serj Tankian und Glenn Hughes sind auch einige Gastmusiker am Start, dennoch konnte mich das Ergebnis insgesamt nicht so richtig vom Hocker reißen, denn wirklich Neues bietet dieses Album nicht. Ach ja … mit „Close my eyes forever“ gibt es hier noch eine Coverversion von OZZY mit Lita Ford, wobei Lzzy Hale (Halestorm) den weiblichen Part übernommen hat. Lzzy macht dabei übrigens eine sehr gute Figur, aber eigentlich mochte ich diesen Song noch nie so richtig. Unterm Strich bleibt ein musikalisch recht gutes Album; ob man es nun mag, hängt stark davon ab, ob man mit dem Gesang von Draiman auf Dauer etwas anfangen kann …

3,5/5

Dennis Rowehl