Muse / The 2nd law (Warner)

Muse review on entertaim.net

Beim ersten Hören könnte man annehmen, es mit einer großartigen CD zu tun zu haben, vorausgesetzt, man hat auf Dauer nichts gegen eine weinerliche Männerstimme auszusetzen. Ein starker Beginn (Supremacy), ausgereifte Songs, ein fabelhafter Sound … was will man mehr? … Könnte man denken, doch Augenblick mal: Das hier ist doch MUSE. Kann man da nicht auch etwas Innovatives erwarten? Beim zweiten Hören dachte ich bereits, dass ich es mit einem Cover-Album der besonderen Art zu tun hätte: „Supremacy“ passt in das James Bond-Schema, „Madness“ klingt verdammt stark nach „Faith“ von George Michael und den Gipfel erreichen Muse bei „Explorers“, denn beim Songwriing muss man offenbar „Don’t stop me now“ (Queen) im Hintergrund gehört haben, andernfalls ist wohl diese Ähnlichkeit der Strophe zum Queen-Klassiker nicht zu erklären. Und überhaupt hören sich viele Backings zu Beginn des Albums stark nach Queen an, dann noch eine Brise U2  … ach ja, und wenn wir dann schon mal dabei sind: „Panic Station“ erinnet mich dann noch an INXS. Ähnlichkeiten zu anderen Bands lassen im Verlauf der CD nach, dann allerdings konnte man es sich nicht verkneifen, Dubstep-Elemente in die Musik einfließen zu lassen … och bitte … ob das so sein muss, um unbedingt zeitgemäß klingen zu wollen. Ich frag mich sowieso schon, wenn diese immer gleich klingenden Dubstep-Sequenzen endlich wieder vom Markt verschwunden sind. Nun ja … der erste sehr positive Eindruck verflacht bei häufigerem Hören. Ohne Frage ist das Album an sich schon stark, doch das nähere Hinhören desillusioniert und trübt entsprechend die Note … Innovation? Fehlanzeige.

3,5/5

Redakteur: Dennis Rowehl

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