Circle Creek / Anger (Finest Noise / Radar)

Circle Creek - Anger

,,Anger“ heißt das Debüt der vierköpfigen Österreicher Band Circle Creek – ein Titel, der eigentlich anderes erwarten lässt, als in den 8 Songs des Albums geboten wird. Der Opener ,,Get Out“, gleichzeitig der mit Abstand beste Track von ,,Anger“, verspricht zwar noch grundsoliden Hard Rock a la AC/DC und Co, doch verliert sich der Rest des Albums in einfallslosem Riffing und monotoner Rhythmik. Bereits die mit ,,Going Nowhere“ betitelte Nummer 2 plätschert recht langweilig daher, was sich mit ,,U can not keep it“ und ,,Owner of a million Souls“ nur wiederholt.
Auch der Titelsong bricht trotz des Solos nicht aus diesem Schema aus, und das folgende ,,Save my Life“ sowie ,,Fading Away“ und der Schlussong ,,Walk on“ sind in Sachen Versiertheit und Einfallsreichtum als noch schwächer anzusiedeln.
Eine weitere große Schwachstelle der Scheibe manifestiert sich im Gesang – der Melodieverlauf aller 8 Songs ist so gut wie gleich, was nicht gerade zum Wiedererkennungswert einzelner Titel beiträgt und den Gesamteindruck weiter schwächt.
Alles in einem gibt es in ,,Anger“ keinen wirklichen Höhepunkt, die Monotonie der einzelnen Tracks wird nur gelegentlich durch die eigentlich recht vielversprechendnen Soli unterbrochen, die jedoch den Gesamteindruck der Scheibe nur bedingt anheben.

2/5

Redakteur: Merle Rowehl

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