Hella Donna / Groove on (Monopol Records)

Nach „Different Faces“, seinerzeit noch mit Sängerin Cindy Leissner, haben jetzt Sven Hessel und Rene Voigt mit Anika Karabas eine neue hübsche Sängerin am Start und wie beim Vorgänger ist das Artwork auf die weibliche Gallionsfigur zugeschnitten. Gemeinsam haben die beiden Alben zunächst, dass das üppige Artwork neben einer Vielzahl an Bildern, zumeist von der aktuellen Sängerin, derart viele Informationen über Vertrieb, Label, Beteiligte, Ansprechpartner etc. in zu großen Lettern enthält, dass man schnell den Überblick verliert. Musikalisch ist es ähnlich, denn man präsentiert eine Vielzahl an Songs aus zurzeit angesagten Musikrichtungen und somit wird man das Gefühl nicht los, als habe man es eigentlich mit einer guten Top 40-Band zu tun, die jetzt mal ein Album mit eigenen Songs aufnimmt. Genau dieser Eindruck wird von dem bunten und desorientierenden Cover unterstützt. Dabei muss man zugeben, dass der neue Silberling ganz vielversprechend mit einigen guten Nummern beginnt und Anika Karabas wie bereits ihre Vorgängerin Cindy Leissner über eine gute Stimme verfügt. Dennoch … nach kurzer Zeit kommt der Charakter einer Zeltfetenband wieder durch, was keinesfalls verwerflich ist, aber dann doch kein wirkliches internationals Flair hat. Statt sich vielleicht auf einen Stil zu konzentrieren und diesen kontinuierlich und professionell durchzuziehen, wird auf zu vielen Hochzeiten getanzt und somit ist man in allen Disziplinen zwar ansprechend, aber eben nicht mehr … und das betrifft – wie bereits erwähnt – auch das Cover. Na gut, diese CD würde ich als eine Art Party-CD natürlich dem ganzen Schlager-Party-Drist vorziehen .. keine Frage! Aber in den Disziplinen, in denen sich Hella Donna bewegen, erreichen sie die Güteklasse „gute Fetenband“. Als Hobbyprojekt ganz okay.

3/5 (unter Vorbehalt)

Readkteur: Rock Schmidt