EUROBLAST 2012 / Wenn aus Mathematik Musik wird und wie Qualität Menschen verbindet

Köln 2012.

Jazzcore, Prog, Progcore, Death, Djent und was auch immer … zum achten Mal stand Köln im Mittelpunkt einer Nischenmusikszene der ganz besonderen Art. Sowohl die Bands, als auch die Fans reisten von überall aus der Welt an, um bei diesem Musikfest der Virtuosität dabei sein zu können.

Beinahe familiär ging es in den Locations Underground sowie in der Live Music Hall zu. Angesichts der Huldigung von technisch anspruchsvoller Musik war der Umgang unter den Fans durch großen Respekt und Anerkennung geprägt … und das bei zumeist „böser“ Musik 🙂

Die wachsende Zuschauerzahl ließ nicht nur die Herzen der Veranstalter höher schlagen, sondern gibt auch in einer oberflächlichen Gesellschaft Hoffnung, dass Qualität wieder wertgeschätzt wird. Dass Bands von den Verkaufszahlen der Tonträger nicht reich werden können, liegt eigentlich auf der Hand, nichtsdestotrotz animieren Bands wie Long Distance Calling, Panzerballet, Jeff Loomis, Skyharbor, Vildhjarta, Chimp Spanner, In-Quest, The Interbeing, Agent Fresco, Uneven Structure, Deus Exe etc. dazu, sich näher mit Instrumenten und Musik grundsätzlich zu befassen.

Was die Musik selbst betrifft, gab es unter den mehr als 40 Bands ein weites Spektrum zwischen Prog bis zu Death Metal-Elementen. Eines hatten sie allerdings weitgehend gemeinsam, dass nämlich sämtliche Bassisten und Gitarristen mindestens eine Saite mehr am Instrument hatten und unzählige Arrangements beinahe der hohen Mathematik entstammt sein könnten …

Bei sommerlichen Temperaturen … und das mitten im Herbst … war das diesjährige EUROBLAST auf jeden Fall wieder ein großer Erfolg und ein ganz besonderes Musikfest. (DR)

Bild oben: Chimp Spanner, Bild unten: Skyharbor

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