The Durango Riot / Kurz und bündig oder wie die Schweden dem kalten Wetter entfliehen

THE DURANGO RIOT. Die Schweden Alternative-Punk-Rocker sind derzeit in Deutschland unterwegs und da sich die Jungs extra ein deutsches Pre-Paid-Handy gekauft haben, um mit der Presse zu quatschen, wäre es meinerseits grob fahrlässig gewesen, dort nicht anzurufen und ein paar Fragen zu stellen, um den Insider vorzustellen. Gespräch mit Sänger Fred Andersson.

Interview: Dennis Rowehl / Bild mit freundlicher Genehmigung von Oktober Promotion

entertaim.net: Hallo Fred, Ihr seid mir stark ans Herz gelegt worden. Also, was ist das Besondere an DURANGO RIOT?

Fred Andersson: (lacht) Wow, ich glaub, wir sind etwas und eine Rock’n’Roll-Band, die richtig abgeht!

entertaim.net: Deine Stimme erinnert mich an Johnny Rotten von den Sex Pistols! Gurgelst Du auch mit Whiskey?

Fred: (lacht) jeden Morgen und direkt vorm Gig! Sex Pistols … das ist ein cooler Vergleich! Da war schon viel dabei, aber die Pistols noch nicht. Vielen Dank für’s Kompliment!

entertaim.net: Ihr tourt als Support von Royal Republic, den Donots usw und spielt auch Einzelgis. Ich habe gerade gelesen, dass Ihr auch mit den Toten Hosen gespielt habt. Deutschland scheint ein gutes Pflaster für Euch zu sein?

Fred: Absolut. Das Publikum ist intensiv, wirklich an Musik interessiert und beobachtet genau, was wir da auf der Bühne treiben.

entertaim.net: Wie oft ward Ihr schon in Deutschland?

Fred: Uhhh … oft! Bereits in unserer Anfangszeit, als wir noch keinen Booker hatten, haben wir in kleinen Punk-Schuppen gespielt. Das war abenteuerlich, aber wir haben eine Menge gelernt (lacht).

entertaim.net: Und wo habt Ihr gepennt? Im Auto?

Fred: Mal auf dem Billardtisch, mal hat sich spontan nach dem Gig was ergeben …

entertaim.net: Es gibt Punk-Clubs mit nem Billardtisch?

Fred: (lacht) Na gut, wir haben die Kickertische zusammengestellt und darauf gepennt!

entertaim.net: Aber diesmal habt Ihr einen Nightliner?

Fred: Yup, diesmal ist alles komplett anders. Die Tour läuft super und es macht Spaß, bei den unterschiedlichen Headlinern unterschiedliches Publikum kennenzulernen und uns präsentieren zu können.

entertaim.net: Eines musst Du mir mal als Schwede erklären. Einserseits gibt es viel positive Musik mit Sing-along-Refrains und Party-Attitude von Abba, Treat, Europe bis Crucified Barbara … auf der anderen Seite machen Schweden so depressive Krimis … wie geht das?

Fred: (lacht) Es ist schwierig zu erklären, aber vermutlich hat das damit zu tun, dass wir im Winter nur wenig Sonne haben, entweder kompensiert man das … aber was die Filme betrifft, spiegelt sich die Sonnenlosigkeit in der Kunst wider. Im Ernst, wir sind froh, jetzt in Deutschland touren zu können. Heute schien die Sonne, das ist schon cool. Ich habe vorhin mit meiner Freundin in Schweden telefoniert. Dort fiel der erste Schnee und es ist verdammt kalt.

entertaim.net: Dann noch viel Spaß beim Touren. Beste Grüße aus Köln.

Fred: Vielen Dank!