Shinedown / Amaryllis (Roadrunner)

Vielleicht das beste Shinedown-Album? Furioser Beginn: „Adrenaline“! Einerseits… ready for the radio…, andererseits einfach nur FETT! Power und ein geiler Refrain! Auch der zweite Track „Bully“, der so genannte Smash-Hit, der mich unweigerlich an SALIVA erinnerte… entsprechend abgekupfert, aber trotzdem genial… rockt und überzeugt mit grandiosen Hooks und solidem Refrain. In dieselbe Kerbe schlägt Titelsong und Halbballade „Amalyllis“! Gekonnt! Nachdem aber auch der vierte Song Radiotauglichkeit offenbart, könnten musikalische Häretiker auf den Trichter kommen, man habe es mit Nickelback zu tun, zumal „Enemies“ gewisse Tendenzen zu einem Song des „Dark Horse“-Albums aufweist, aber im Gegensatz zu Nickelback gelingt es Shinedown, stets jegliche Tendenz zum Kitsch und zur Peinlichkeit zu vermeiden und den schmalen Grat zwischen Klischee und großartiger Muscke meistern Shinedown souverän, auch wenn sie sich bei „Nowhere Kids“ zum zweiten Mal etwas nach SALIVA anhören. „Miracle“ ist dann mal ein absoluter Bilderbuchhit, allerdings geht es anschließend dann doch ein wenig zu vorhersehbar zu, als wären da diverse Produzenten am Start, um das Ding auf Hochglanz zu polieren! Also zurück zur Ausgangsfrage: Das beste Shinedown-Album? Aus kommerzieller Sicht sicherlich JA, die alternativen Tendenzen bleiben für Hardliner etwas auf der Strecke… muss jeder selbst sehen, wie er diese Entwicklung beurteilt. Als Momentaufnahme ein fettes Album!

4,5/5

Redakteur: Dennis Rowehl